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Windows Live® Suchergebnisse Ottokar II. (von Böhmen)Enzyklopädieartikel
Ottokar II. (von Böhmen), Přemysl II. Otakar, genannt der „eiserne König”, (um 1233 bis 1278), böhmischer König (1253-1278), Enkel von Ottokar I. und bedeutendster Reichs- und Kurfürst während des Interregnums. Ottokar II. war der Sohn von König Wenzel I. und Kunigunde (um 1199 bis 1248). Seit 1247 Markgraf von Mähren, wurde er nach einer Revolte gegen seinen Vater vom Adel zum Mitregenten bestellt. Durch seine Heirat mit Margarete von Österreich (gestorben 1267), der Schwester des letzten Babenbergers, kam er 1251 in den Besitz Österreichs, 1260 erhielt er noch die Steiermark und 1269 Kärnten und Krain. Er beteiligte sich an zwei Kreuzzügen des Deutschen Ordens gegen die Preußen; Königsberg wurde 1255 vermutlich in Ottokars Anwesenheit gegründet. Er förderte die Einwanderung von Deutschen nach Böhmen und Mähren. Sein umfangreicher Herrschaftsbereich ließ ihn zum mächtigsten Reichsfürsten werden; aber sein Griff nach der deutschen und später nach der ungarischen Krone war vergeblich. 1273 verweigerte er dem Sieger im Ringen um die Königskrone, Rudolf I. aus dem Hause Habsburg, die Huldigung, weshalb er 1275 in Reichsacht geriet. 1276 zwang ihn Rudolf zur Anerkennung und zur Herausgabe von Österreich, der Steiermark und Kärnten. Ottokar II. fiel bei dem Versuch, diese Länder zurückzuerobern, am 26. August 1278 in der Schlacht bei Dürnkrut gegen Rudolf und die mit ihm verbündeten Ungarn.
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