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  • Pfälzischer Erbfolgekrieg

    Pfälzischer Erbfolgekrieg Flugblatt auf die Zerstörung der Pfalz durch den französischen General Melac

  • Pfälzischer Erbfolgekrieg

    Karlsruhe, Badisches Landesmuseum München, Staatliche Münzsammlung Abb. aus: Barock in Baden-Württemberg 1 S. 492: Zerstörung der Pfalz 1688

  • Pfälzischer Erbfolgekrieg – Wikipedia

    Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688 – 1697), auch Orléansscher oder Neunjähriger Krieg genannt, wurde durch den Tod des Kurfürsten von der Pfalz Karl II., Sohn von Karl I.

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Pfälzischer Erbfolgekrieg

Enzyklopädieartikel

Pfälzischer Erbfolgekrieg (1688-1697), durch die Erbfolgefrage in der Kurpfalz ausgelöster Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz. Nach dem Tod des pfälzischen Kurfürsten Karl II. (1685) erhob König Ludwig XIV. von Frankreich im Namen seiner Schwägerin, Liselotte von der Pfalz, der Schwester des Verstorbenen, Ansprüche auf die Kurpfalz. Als außerdem der französische Kandidat Wilhelm von Fürstenberg bei der Kölner Bischofswahl von 1688 nicht zum Zuge kam, stießen französische Truppen über das Rheinufer in die Pfalz und bis nach Schwaben vor. Am 3. April 1689 erklärte das Reich Frankreich den Krieg; am 12. Mai 1689 rief Kaiser Leopold I. die Große Allianz mit den Niederlanden ins Leben, der sich bald auch England, Spanien und Savoyen anschlossen. Die französischen Truppen verwüsteten 1689 die Pfalz und Heidelberg und konnten zunächst auch in den Niederlanden einige Siege über die Allianz erringen; 1692 allerdings zerstörte die englisch-niederländische Flotte die französische bei La Hogue. 1693 wurden die Franzosen aus der Pfalz zurückgedrängt; auf ihrem Rückzug verwüsteten sie nochmals Heidelberg und Württemberg. Frankreich, zusätzlich geschwächt durch eine von der Allianz auferlegte Seeblockade, nahm schließlich getrennte Verhandlungen mit den Mitgliedern der Allianz auf. 1696 schloss Frankreich in Turin Frieden mit Savoyen, das damit aus der Allianz ausschied, und im September/Oktober 1697 kam unter schwedischer Vermittlung der Friede von Rijswijk zwischen Frankreich einerseits, England, dem Reich, den Niederlanden und Spanien andererseits zustande. Frankreich verzichtete auf seine Ansprüche auf die Pfalz und gab die besetzten niederländischen und rechtsrheinischen Gebiete sowie Lothringen zurück, behielt aber Straßburg. Mit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg, der ersten militärischen Niederlage Ludwigs XIV., hatte Frankreich den Höhepunkt seiner absolutistischen Macht überschritten.

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