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Pippin’sche Schenkung

Enzyklopädieartikel

Pippin’sche Schenkung, Rückerstattung des ehemals unter byzantinischer Oberhoheit stehenden, dann von den Langobarden eroberten bzw. bedrohten Besitzes der Kirche in Italien (Patrimonium Petri) durch den fränkischen König Pippin III. an Papst Stephan II. (754/756). Auf die Bitte des Papstes unternahm Pippin 754 und 756 zwei Feldzüge gegen die Langobarden und übereignete das zurückgewonnene Gebiet dem Papst. Diese Pippin’sche Schenkung, die zur Grundlage des Kirchenstaates wurde, umfasste in etwa den Dukat von Rom (das Gebiet um Rom), das Exarchat von Ravenna, das südliche Tuszien und die Pentapolis. Pippin sagte dem Papst außerdem Schutz zu; dafür gelobte der Papst ihm Treue, wiederholte die Königssalbung und bestätigte damit die kirchliche Legitimierung Pippins als König und verlieh ihm den Titel Patricius Romanorum (Schutzherr von Rom). Karl der Große bestätigte 781/787 die Pippin’sche Schenkung, ebenso Otto I. 962; Otto I. bestand aber auf kaiserlichen Hoheitsrechten gegenüber dem Papst, auf die er sein System der ottonischen Reichskirche gründete.

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