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Windows Live® Suchergebnisse Resistente NutzpflanzenEnzyklopädieartikel
Resistente Nutzpflanzen, Sorten von Nutzpflanzen, die gegen bestimmte Krankheitserreger, darunter Pilze, Bakterien oder Viren, resistent sind (lateinisch resistere: sich widersetzen), also nicht von ihnen befallen werden. Die Resistenzen der Organismen sind in den Chromosomen verankert und werden daher auch weitervererbt. Durch Auslese und gezielte Züchtung können resistente Sorten selektiert werden. Inzwischen ist es möglich, diesen Prozess mit Hilfe der Gentechnologie zu verkürzen. Dabei werden Plasmide – kleine, ringförmige Abschnitte der Desoxyribonucleinsäure (DNA) mit nur einem oder wenigen Genen – in die Chromosomen der Nutzpflanzen eingebaut, die so gezielt Resistenzen gegen bestimmte Erreger erhalten. Da die Reproduktionszyklen der Schädlinge um ein Vielfaches kürzer sind als die der Nutzpflanzen, stellen sich die Schädlinge in kürzester Zeit auf neue Resistenzen ein und bilden neue Varianten. So gestaltet sich die Entwicklung resistenter Nutzpflanzen häufig zu einem Wettlauf mit der Anpassungsfähigkeit der Schädlinge. Hinzu kommt, dass die neuen Nutzpflanzensorten in den ersten Jahren noch sehr anfällig sind, etwa gegen extreme Witterungsverhältnisse, und noch relativ wenig Ertrag liefern. Außerdem ist der Anbau von gentechnisch verändertern Pflanzen heftig umstritten, da man befürchtet, dass die Resistenzen auch auf Unkräuter übergehen könnten und so deren Bekämpfung stark erschweren. Dennoch bieten sie wie alle resistenten Nutzpflanzen den Vorteil, dass durch sie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich reduziert werden kann.
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