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    Das Rolandslied (franz. La Chanson de Roland) (zwischen 1075 und 1110 entstanden) ist ein altfranzösisches Versepos über das heldenhafte Ende Rolands.

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Rolandslied

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Der Tod RolandsDer Tod Rolands

Rolandslied (Chanson de Roland), ältestes, gegen 1100 entstandenes altfranzösisches Heldenepos (Chanson de geste). Der historische Roland lebte im 8. Jahrhundert als Markgraf der Bretonischen Mark. In der literarischen Bearbeitung wurde er zu einem Neffen Karls des Großen und einem seiner zwölf Paladine. Den historischen Kern des Rolandsliedes bildet die Vernichtung der Heeresnachhut Karls des Großen durch die Basken am Pass von Roncevalles im Jahr 778. Es gilt als sicher, dass die Rolandssage auch vor ihrer schriftlichen Fixierung in der am besten erhaltenen Handschrift von Oxford weit verbreitet gewesen sein muss. Die Oxforder Handschrift überliefert das Rolandslied in frühanglonormannischer Mundart. Sie besteht aus 4 002 zehnsilbigen Zeilen, die durch wechselnde Gleichklänge zu 298 Sinnabschnitten zusammengefasst sind.

Der Inhalt des Chanson de Roland hat sich auch in den Nachdichtungen grundsätzlich weiter tradiert: Roland wird von seinem Stiefvater Ganelon, mit dem er in Streit geriet, während des Rückzugs Karls des Großen über die Pyrenäen zum Anführer der Nachhut bestimmt. Bei Roncevalles gerät er mit der Nachhut in einen von Ganelon mit den Sarazenen verabredeten Hinterhalt. Nachdem er sich aus Überheblichkeit dreimal geweigert hat, mit seinem Horn Olifant den rettenden Hilferuf auszustoßen, um Karl zurückzuholen, kämpft er tapfer mit seinem Schwert Durendal und fällt schließlich als Letzter der Nachhut. Vor ihm stirbt sein Freund Olivier, der im Gegensatz zu Roland, dem Symbol unbesonnenen und eitlen Heldenmutes, die Weisheit verkörpert. Karl der Große kehrt zu spät zurück, schlägt aber die Sarazenen mit Hilfe des Emir Baligant in die Flucht und kehrt nach Aachen zurück, wo über den Verräter Ganelon ein Gottesgericht gehalten wird.

Vom Rolandslied existieren zahlreiche Nachdichtungen und Bearbeitungen. So wurde es 1172 vom Pfaffen Konrad ins Mittelhochdeutsche übertragen und dabei zum Kreuzzugsepos umgedeutet (für nähere Informationen siehe dort). Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert regte der Rolandstoff immer wieder Autoren und Komponisten wie Ariosto, Lope de Vega, Jean-Baptiste Lully, Georg Friedrich Händel, Friedrich Baron de la Motte Fouqé, Friedrich von Schlegel, Ludwig Uhland und Karl Immermann zu Bearbeitungen an.

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