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  • Säkularisation – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt die Enteignung von kirchlichen Besitztümern. Für den allgemeinen Prozess der Verweltlichung siehe Säkularisierung.

  • Säkularisation in Bayern – Wikipedia

    Im Rahmen der Säkularisation in Bayern fand in den Jahren 1802 und 1803 eine Verweltlichung kirchlicher Güter im Kurfürstentum Bayern statt. Auslöser der in ganz Deutschland ...

  • 200 Jahre Säkularisation

    Säkularisation: Überführung von Herrschaftsgebieten der Kirche in den Besitz eines weltlichen Staates, Auflösung der kirchlichen Herrschaft.

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Säkularisation

Enzyklopädieartikel

Säkularisation, meist durch Enteignung vollzogene Umwandlung von Kirchengut in weltlichen Besitz. Bereits im Mittelalter griffen weltliche Herrscher zu diesem Mittel, um die Macht der Kirche einzuschränken und die eigenen Vasallen auszustatten (u. a. Karl Martell im 8. Jahrhundert), doch verbinden sich mit dem Begriff der Säkularisation, der während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden 1648 geprägt wurde, vor allem die bedeutenden Eigentumsverluste der Kirche seit der Reformation.

Während der Reformation wurden infolge des Übertritts von Fürsten zum Luthertum zwischen 1525 und 1552 zahlreiche in deren Territorien gelegene Bistümer und Klöster aufgehoben und in die Verwaltung bzw. den Besitz der weltlichen Fürsten überführt. Das Territorium des geistlichen Deutschen Ordens erhielt 1525 den Status eines weltlichen Herzogtums Preußen.

Zur Zeit der Aufklärung hob Kaiser Joseph II. im Zuge seiner Reformen (siehe Josephinismus) 1782 in den österreichischen Ländern mehr als 700 Klöster auf. Im Zuge der Französischen Revolution wandelte die französische Nationalversammlung 1789 den gesamten französischen Kirchenbesitz in Nationaleigentum um und ließ ihn versteigern; in den Jahren 1790 bis 1792 wurden zusätzlich insgesamt 51 Bistümer aufgehoben. (Zwischen 1901 und 1905 erfolgte in Frankreich eine zweite Säkularisationsphase.)

Im Heiligen Römischen Reich erhielten diejenigen weltlichen Fürsten, die ihr linksrheinisches Territorium an Frankreich hatten abtreten müssen, durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 rechtsrheinische geistliche Gebiete zur Entschädigung. Im Zuge dieser Umwandlung von geistlichem in weltliches Territorium wurden vier Erzbistümer, 18 Bistümer und etwa 300 Stifte, Klöster und Abteien säkularisiert. Von dieser bis dahin größten Säkularisationswelle profitierten vor allem die Landesherren und das aufstrebende Bürgertum, da Kaufleute und Manufakturbesitzer zu günstigen Preisen wertvollen Kirchenbesitz erwarben.

In Italien wurde 1860/70 im Zuge der nationalstaatlichen Einigung Italiens (siehe Risorgimento) gegen den Widerstand des Papsttums der Kirchenstaat säkularisiert.

In Sowjetrussland wurde nach der Oktoberrevolution ab 1918 der Kirchenbesitz verstaatlicht; die nach dem 2. Weltkrieg entstandenen kommunistischen Staaten folgten weitgehend dem sowjetischen Beispiel.

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