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Windows Live® Suchergebnisse Walter ScheelEnzyklopädieartikel
Walter Scheel (*1919), Politiker (FDP), deutscher Bundespräsident (1974-1979). Scheel wurde am 8. Juli 1919 in Höhscheid bei Solingen geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Banklehre, diente im 2. Weltkrieg als Soldat, zuletzt als Oberleutnant der Luftwaffe. Nach 1945 war er als Geschäftsführer in der Industrie und bei verschiedenen Verbänden tätig. 1953 ließ er sich als Wirtschaftsberater in Düsseldorf nieder. Seit 1946 Mitglied der FDP, kam er 1950 in den Landtag von Nordrhein-Westfalen und 1953 in den Bundestag. Von 1961 bis 1966 hatte er das neu geschaffene Amt des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit inne. Nach dem Rücktritt Erich Mendes wurde Scheel am 30. Januar 1968 mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der FDP gewählt. Innerhalb seiner Partei vertrat er einen linksliberalen Reformkurs – Voraussetzung für die Bildung der sozialliberalen Regierungskoalition unter Willy Brandt (1969), in der Scheel von 1969 bis 1974 das Außenressort und Vizekanzleramt übernahm. Als Außenminister hatte er wesentlichen Anteil an der Annäherung an die Staaten des Ostblocks und dem Abschluss der Berlin- und Ostverträge. Am 15. Mai 1974 wurde Scheel als Nachfolger Gustav Heinemanns zum Bundespräsidenten gewählt. Nach dem Ende seiner Amtszeit 1979 übernahm er verschiedene Ehrenämter und Aufsichtsratsposten in der Industrie sowie den Ehrenvorsitz der FDP.
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