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  • Helmut Schelsky – Wikipedia

    Helmut Wilhelm Friedrich Schelsky (* 14. Oktober 1912 in Chemnitz ; † 24. Februar 1984 in Münster i.W.) war der einflussreichste Soziologe der westdeutschen Nachkriegszeit bis ...

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Helmut Schelsky

Enzyklopädieartikel

Helmut Schelsky (1912-1984), deutscher Soziologe, einer der führenden Vertreter der westdeutschen Soziologie der Nachkriegszeit. Schelsky wurde am 14. Oktober 1912 in Chemnitz geboren. Er promovierte 1935 zum Dr. phil und habilitierte 1939 an der Universität Königsberg. Schelsky war zunächst (1943/44) Professor in Straßburg. Als ordentlicher Professor für Soziologie war er von 1949 bis 1960 an der Universität Hamburg tätig, danach von 1960 bis 1969 in Münster, von 1969 bis 1973 in Bielefeld und bis zu seiner Emeritierung 1978 wiederum in Münster.

In seinen einflussreichen soziologischen Werken, in denen er einen neokonservativen Standpunkt einnahm, setzte sich Schelsky kritisch mit den negativen Folgen des Sozial- und Wohlfahrtsstaates auseinander, wie er unter dem Bundeswirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard (1897-1977) geschaffen worden war, vor allem in Werken zu Fragen der Familie, der Jugend, der Bildungsplanung und der Sexualität (Soziologie der Sexualität, 1955). Mit seinen schichtungstheoretischen Arbeiten versuchte er, in kritischer Gegnerschaft zu den marxistischen Klassenanalysen, neue Entwicklungen in den modernen Industriegesellschaften zu erfassen.

Zu seinen wichtigsten Werken zählen Die skeptische Generation (1957), Der Mensch in der wissenschaftlichen Zivilisation (1961) und Funktionäre (1982).

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