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Windows Live® Suchergebnisse René SchickeleEnzyklopädieartikel
René Schickele, Pseudonym Sascha, (1883-1940), elsässischer Schriftsteller. Er gilt als einer der zentralen Wortführer des literarischen Expressionismus. Schickele wurde am 4. August 1883 in Oberehnheim geboren. Ab 1902 gab er gemeinsam mit Otto Flake und Ernst Stadler, die wie er zum Kreis des Jüngsten Elsaß gehörten, die Zeitschrift Der Stürmer heraus (ab 1903 unter dem Titel Der Merker), arbeitete als Redakteur und Lektor in München, Paris und Berlin und hielt sich als Journalist viel im Ausland auf, so in Griechenland, Italien, Nordafrika und Indien. 1909 wurde Schickele Korrespondent in Paris, von wo aus er über spektakuläre Mordfälle, Verbrechen und Großstadtphänomene berichtete (Schreie auf dem Boulevard, 1913). Anschließend war er als Chefredakteur in Straßburg tätig. Ab 1914 gab Schickele die pazifistische Zeitschrift Die weißen Blätter heraus, ein wichtiges Organ der expressionistischen Bewegung, in der bedeutende Autoren wie Max Brod, Franz Blei, Robert Musil, Annette Kolb und Franz Werfel publizierten. Während des 1. Weltkrieges verlegte der entschiedene Antimilitarist die Redaktion in die Schweiz. Als Erzähler widmete Schickele sich dem Schicksal von Menschen zwischen den Kulturen. Dabei propagierte er die Überwindung von Nationalismus und Opportunismus durch die pazifistische Idee als europäische Utopie. Zu den bedeutenden Werken gehören der Lyrikband Weiß und Rot (1910), die Romane Benkal, der Frauentröster (1914), Die Symphonie für Jazz (1929), die Trilogie Das Erbe am Rhein (1925-1931) und Die Flaschenpost (1937) sowie das Drama Hans im Schnakenloch (1916). In Deutschland waren Schickeles Bücher von 1935 bis 1945 verboten. Der Autor starb am 31. Januar 1940 in Vence (Departement Alpes-Maritimes).
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