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Windows Live® Suchergebnisse Kurt von SchleicherEnzyklopädieartikel
Kurt von Schleicher (1882-1934), General und Politiker. Kurt von Schleicher wurde am 7. April 1882 in Brandenburg an der Havel geboren. Ab 1913 gehörte er dem Großen Generalstab an und seit Beginn des 1. Weltkrieges der Obersten Heeresleitung (OHL). 1918/19 war er wichtiger Mitarbeiter Wilhelm Groeners, anschließend im Truppenamt als enger Mitarbeiter General Hans von Seeckts tätig. 1926 wurde er unter Reichswehrminister Groener Leiter der Abteilung Wehrmacht beim Reichswehrministerium und wenig später Chef des Ministeramtes im Reichswehrministerium und Generalmajor. Er gewann zunehmend an politischem Einfluss, vor allem auf den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Mit dem Ziel, das parlamentarische System der Weimarer Republik durch eine autoritäre Präsidialregierung zu ersetzen, betrieb er 1930 den Sturz der Regierung Hermann Müller (SPD) und die Ernennung Heinrich Brünings zum Reichskanzler; im Mai 1932 sorgte er dann für den Sturz Brünings und die Berufung Franz von Papens an dessen Stelle. In der neuen Regierung übernahm Schleicher das Reichswehrministerium, und nach dem Rücktritt Papens war Schleicher selbst von Dezember 1932 bis Januar 1933 Reichskanzler. Durch ein Bündnis zwischen Reichswehr, Gewerkschaften und beinahe allen Parteien suchte er im Januar 1933 eine nationalsozialistische Regierungsbildung zu verhindern, konnte sich jedoch nicht gegen Hindenburg durchsetzen. Am 28. Januar 1933 trat Schleicher zurück. Der Weg zum Dritten Reich unter den Nationalsozialisten war frei (siehe Machtergreifung). Im Zuge des Röhm-Putsches wurde Kurt von Schleicher am 30. Juni 1934 von der SS in Neubabelsberg (Potsdam) ermordet.
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