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  • Schleichkatzen – Wikipedia

    Die Schleichkatzen (Viverridae) sind eine Familie der Katzenartigen. Es sind kleine bis mittelgroße Raubtiere, die mit rund 30 Arten in Afrika und Eurasien vertreten sind.

  • Schleichkatzen - Tierlexikon ´World of Animals´

    Die Säugetiere, zu denen - zoologisch betrachtet - auch wir Menschen gehören, sind warmblütige, wenigstens embryonal behaarte Wirbeltiere mit meist vier Gliedmaßen. Sie haben ...

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Schleichkatzen

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Afrika-ZibetkatzeAfrika-Zibetkatze

Schleichkatzen, Familie kleiner Raubtiere, die etwa 70 Arten umfasst.

Das Verbreitungsgebiet dieser Familie erstreckt sich über Asien, Afrika und Madagaskar; auf Madagaskar sind Schleichkatzen die einzigen einheimischen Raubtiere. Man unterscheidet folgende Unterfamilien: (1) Bänder- und Otterzivetten, (2) Frettkatzen mit der Fossa, (3) Mungos, Mangusten oder Ichneumons, (4) Madagaskarmungos, (5) Palmenroller und (6) Zibetkatzen, zu denen auch die Ginsterkatzen gehören. In Europa kommen drei Arten vor: Kleinfleckginsterkatze, Ichneumon und Indischer Mungo; Letzterer wurde südlich von Rom eingeführt.

Schleichkatzen besiedeln vielfältige Lebensräume – von Halbwüsten und Savannen bis zum Regenwald. Sie gelten als alte Raubtierfamilie, in der es neben ursprünglichen auch etliche hoch spezialisierte Arten gibt. Körpergröße, Lebensweise und Ernährung der Schleichkatzen ähneln in vielem denen der Marder. Neben marderähnlichen Arten gibt es solche (z. B. die Fossa als größte Art), die Hunden oder Katzen gleichen. Der in Südostasien lebende Binturong dagegen ähnelt einem Kleinbären.

Schleichkatzen sind mit Kopfrumpflängen von etwa 20 bis 80 Zentimetern und Gewichten von 300 Gramm bis zwölf Kilogramm im Allgemeinen relativ klein und kurzbeinig. Der Kopf ist meist schlank und zugespitzt, der Rumpf ziemlich lang. Der Schwanz ist häufig ebenso lang wie der Körper und buschig behaart. Die Krallen können bei manchen Arten, ähnlich wie bei Katzen, eingezogen werden. Das Fell weist oft eine auffällige Zeichnung auf – Flecken, Streifen oder breite Bänder.

Neben Afterdrüsen besitzen die meisten Schleichkatzen Dammdrüsen (Perinealdrüsen) zwischen After und Geschlechtsöffnung, die ein öliges Sekret absondern. Dieses dient zur Markierung und Verständigung mit Artgenossen und wird zum Teil im „Handstand” abgesetzt. Das Sekret der Zibetkatze („Zibet”) war früher als Arzneibestandteil und bei der Parfümherstellung sehr geschätzt und spielte insbesondere in Äthiopien eine große wirtschaftliche Rolle.

Die Tragzeit beträgt etwa 40 bis 90 Tage. Die meist zwei bis drei Jungen sind Nesthocker und kommen an geschützten Orten wie Höhlen oder Felsspalten zur Welt. Sie werden mit etwa zwei Monaten entwöhnt. Die meisten Schleichkatzen sind dämmerungs- oder nachtaktive Einzelgänger, es gibt jedoch auch tagaktive, in sozialen Verbänden lebende Arten, z. B. Erdmännchen und Zwergmangusten.

Die Nahrung besteht meist aus Kleinsäugern, Vögeln, Reptilien, Insekten und Früchten. Die Palmenroller haben sich auf eine vorwiegend aus Früchten bestehende Nahrung spezialisiert, Ameisenschleichkatzen ernähren sich hauptsächlich von Ameisen, Otterzivetten fangen Fische. Der Indische Mungo ist bekannt dafür, dass er Giftschlangen angreift und verzehrt. Im alten Ägypten wurden Ginsterkatzen zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen gehalten, der Ichneumon galt als heilig, da er die Eier und Jungtiere von Krokodilen frisst. Schleichkatzen wurden in Gefangenschaft über zehn Jahre alt. Manche Arten werden von Greifvögeln erbeutet.

Systematische Einordnung: Schleichkatzen bilden die Familie Viverridae der Ordnung Carnivora. Bänder- und Otterzivetten bilden die Unterfamilie Hemigalinae, Frettkatzen die Unterfamilie Cryptoproctinae, Mungos heißen Herpestinae, Madagaskarmungos Galidinae, Palmenroller Paradoxurinae und Zibetkatzen Viverrinae. Die Kleinfleckginsterkatze heißt zoologisch Genetta genetta, die Zibetkatze Civettictis civetta, der Ichneumon Herpestes ichneumon, der Indische Mungo Herpestes edwardsi, die Zwergmanguste Helogate undulata, das Erdmännchen Suricata suricatta, der Indische Palmenroller Paradoxus hermaphroditus, der Binturong Arctictis binturong, die Otterzivette Cynogale bennetti, und Ameisenschleichkatzen bilden die Gattung Eupleres. Die Fossa heißt Cryptoprocta ferox.

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