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Windows Live® Suchergebnisse Schmalkaldischer KriegEnzyklopädieartikel
Schmalkaldischer Krieg, Konfessionskrieg 1546/47 zwischen dem protestantischen Schmalkaldischen Bund und der katholischen Liga (Kaiser, Papst und Bayern). Nachdem Kaiser Karl V. die Führer des Bundes, den Landgrafen Philipp von Hessen und den Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen, mit der Reichsacht belegt hatte und – u. a. durch das Versprechen der sächsischen Kurwürde (siehe Kurfürst) – den protestantischen Herzog Moritz von Sachsen auf seine Seite gezogen hatte, suchte er die militärische Lösung in der Auseinandersetzung mit dem Protestantismus. Das zahlenmäßig überlegene schmalkaldische Bundesheer nutzte seine anfänglichen Vorteile nicht zu einer frühen Entscheidungsschlacht, sondern überließ den kaiserlichen Truppen die Initiative. Der Sieg der Kaiserlichen in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe (24. April 1547) wurde durch die Gefangennahme Kurfürst Johann Friedrichs I. von Sachsen und die Unterwerfung Philipps von Hessen besiegelt. Auf dem in Augsburg tagenden Reichstag diktierte Karl V. eine Zwischenlösung, die bis zu einer abschließenden Regelung auf einem Konzil gelten sollte: Als einzige Zugeständnisse an die Reformation wurden den Protestanten im Augsburger Interim vom 15. Mai 1548 nur noch die Priesterehe und der Laienkelch gestattet. Die Durchführung des Augsburger Interims scheiterte jedoch. Der Augsburger Religionsfriede von 1555 schrieb dann die gegenseitige Toleranz von Lutheranern und Katholiken fest.
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