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  • Schwellenländer - Lexikon

    Lexikon: Schwellenländer. Bezeichnung für eine Gruppe relativ fortgeschrittener Entwicklungsländer, die aufgrund ihrer hohen wirtschaftlichen Eigendynamik (hohe Wachstumsraten ...

  • Schwellenländer: Die aggressivsten Angreifer - manager-magazin.de

    Ob Turbinenbauer aus Indien, Kartonhersteller aus China oder Reedereien aus Chile: In rasantem Tempo wachsen Hunderte kraftstrotzender Weltkonzerne heran - und fordern westliche ...

  • Schwellenland - Wikipedia

    Deshalb sind Schwellenländer meist geprägt durch einen starken Gegensatz zwischen arm und reich und anfällig für politische Unruhen. Unterschiede zwischen konservativen Kräften ...

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Schwellenländer

Enzyklopädieartikel

Schwellenländer, Bezeichnung für relativ fortgeschrittene Entwicklungsländer, die im Begriff sind, sich zum Industriestaat zu entwickeln.

Gegenüber den reinen Entwicklungsländern, deren Wirtschaft in erster Linie auf der Landwirtschaft und dem Export von Rohstoffen basiert, findet in den Schwellenländern die Produktion eigener Industriegüter statt. Die Wirtschaft bleibt jedoch in der Regel stark auf den Export ausgerichtet und ist zudem häufig auf wenige Branchen konzentriert. Dies erlaubt zwar eine starke Wettbewerbsposition auf den entsprechenden Märkten, macht die Volkswirtschaften der Schwellenländer aber auch in besonderem Maße anfällig für Wirtschaftskrisen (siehe Asienkrise). Das Wirtschaftswachstum vollzieht sich in den meisten Schwellenländern (zumindest zeitweise) rasant, es werden Wachstumsraten erzielt, die die Wachstumsraten der Industriestaaten übertreffen. Dagegen hinkt in manchen Schwellenländern die Entwicklung sozialer Faktoren, wie z. B. Lebensstandard der breiten Bevölkerung, Lebenserwartung oder Alphabetisierungsgrad, dem wirtschaftlichen Fortschritt hinterher.

Die Abgrenzung der Schwellenländer zu den Entwicklungsländern auf der einen und den Industriestaaten auf der anderen Seite ist nicht eindeutig. Je nach Definition werden bis zu 40 Staaten als Schwellenländer bezeichnet, darunter u. a. zahlreiche Staaten in Süd- und Südostasien, die Volksrepublik China, lateinamerikanische Staaten wie Brasilien, Argentinien, Venezuela, Kolumbien, Mexiko und einige karibische Inselstaaten, ferner einige osteuropäische Staaten sowie auch arabische, Erdöl exportierende Staaten. Die asiatischen Tigerstaaten, die bis zur Asienkrise als Muster einer erfolgreichen Entwicklung angesehen wurden, haben sich nach der Krise inzwischen wieder konsolidiert und verzeichneten 2003 Wachstumsraten von zum Teil über 5 Prozent. Die erste Generation der Tigerstaaten, die so genannten „vier kleinen Tiger” Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong (seit 1997 als Sonderverwaltungszone zu China gehörend), wird inzwischen vielfach zu den Industriestaaten gezählt. Es wird erwartet, dass auch die osteuropäischen Staaten, die 2004 in die Europäische Union aufgenommen wurden, bald zu den Industriestaaten aufschließen werden.

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