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Sekten

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Bhagwan Shree RajneeshBhagwan Shree Rajneesh

Sekten (lateinisch secta, vom Verb sequi: nachfolgen), Bezeichnung, die heute meist einen negativen Klang besitzt und von den Großkirchen verwendet wird, um aus ihrer Perspektive Religionsgemeinschaften zu bezeichnen, die in Lehre und Ritus von ihnen abweichen. Diese lehnen den Begriff ab und bezeichnen sich selbst als Verband, Gemeinschaft, Gesellschaft, Versammlung oder Kirche.

In allen Weltreligionen gibt es Sekten. Entweder handelt es sich um Abspaltungen von einer Mutterreligion, wie im Christentum und Islam, oder aber einzelne Sekten bilden mit anderen zusammen erst das Ganze (etwa im Hinduismus).

Der klassische Sektenbegriff geht auf den Soziologen Max Weber zurück, der „Sekte” von der „Kirche” abgrenzt. Im Lauf der Zeit haben sich die einst so scharfen Gegensätze jedoch ausgeglichen; die einstige Sekten haben sich organisatorisch den Kirchen angepasst und sind zu gesellschaftlich respektablen „Freikirchen” geworden. In den USA, die Max Weber vor allem im Blick hatte, ist der Gegensatz zwischen Kirche und Sekte begrifflich eingeebnet worden. Man spricht dort unterschiedslos von Denominationen, also „Bekenntnissen”.

Nach ihrem eigenen Selbstverständnis wollen die „Sekten” das Eigentliche der Mutterreligion vor dem Verfall retten oder zur Vollendung bringen. Christliche Sekten heben meist Einzelzüge der christlichen Botschaft hervor. Sie betonen die Gemeinschaft, die persönliche Frömmigkeit und ethische Aspekte. Es besteht ein Gegensatz zu Staat und Kirche(n). Sekten vertreten einen Absolutheitsanspruch auf das Heil und richten sich gegen die Ökumene der christlichen Kirchen. Sie üben scharfe Kritik an den Großkirchen und treiben eine zum Teil verbissene Mission. Sekten sind hierarchisch gegliedert: Es gibt klare Einteilungen in Führungsspitze und Anhängerschaft. Die Lehre muss „ohne wenn und aber” akzeptiert werden. In manchen Sekten wird überwacht, ob die Lebensführung der Anhänger den Regeln der Sekte entspricht.

Siehe auch neue Religionen

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