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Windows Live® Suchergebnisse Sturm auf die TuilerienEnzyklopädieartikel
Sturm auf die Tuilerien, Erstürmung der französischen Königsresidenz durch das Volk von Paris am 10. August 1792 im Rahmen der Französischen Revolution. Kurz vor Einmarsch der österreichisch-preußischen Truppen in Frankreich (siehe 1. Koalitionskrieg) hatte deren Oberbefehlshaber, Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, am 25. Juli 1792 das so genannte Koblenzer Manifest erlassen. In diesem Manifest stellte er die Beseitigung der „Anarchie” und die Befreiung des Königs als oberstes Ziel des Krieges gegen das revolutionäre Frankreich heraus und drohte mit Repressalien und Racheakten. Nach der Wiedereinsetzung des Königs dagegen würde sich die antifranzösische Koalition nicht in die inneren Angelegenheiten Frankreichs einmischen und von Eroberungen absehen. Nach Bekanntwerden der Schrift stürmten Pariser Volksmassen unter Führung der Sansculotten am 10. August 1792 nach einem Feuergefecht mit der royalistischen Schweizergarde, bei dem etwa 1000 Gardisten getötet wurden, die Tuilerien, nahmen die königliche Familie gefangen und stellten sie drei Tage später im Temple unter Hausarrest. Am Tag nach dem Sturm auf die Tuilerien beschloss die Gesetzgebende Versammlung die Ausschreibung von Wahlen zum Nationalkonvent, der dann am 20. September 1792 zusammentrat und am 21. September die Absetzung Ludwigs XVI. und die Errichtung der Republik verkündete. Mit dem Sturm auf die Tuilerien begann eine neue, deutlich radikalere Phase der Französischen Revolution.
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