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Windows Live® Suchergebnisse TantrismusEnzyklopädieartikel
Tantrismus, auf den Lehren des Tantra (Sanskrit: System, Gewebe) beruhende rituelle Praktiken. Vom 6. Jahrhundert n. Chr. an nahm der Einfluss des Tantrismus auf die indischen Religionen zu, blieb jedoch stets auf bestimmte Gruppen beschränkt. Insbesondere einige brahmanische Gemeinschaften und der buddhistische Vajrayanakult machten sich die tantristischen Praktiken zu eigen. Bedeutung erlangte unter anderem der im Tantrismus fortentwickelte Shaktismus, der die Funktion der weiblichen göttlichen Kraft hervorhebt, ihr huldigt und auf diese Weise die durch Geschlecht und Kaste gesetzten Schranken überwindet. Der Tantrismus sucht den Weg zur Erlösung durch verschiedene Rituale. Dazu gehört die Lösung von allen irdischen Bindungen mit Hilfe von Yogatechniken sowie die Rezitation eines Mantras, um die höchste Stufe der Meditation zu erlangen. Die geistige Vereinigung mit der Göttin, durch die dem Meditierenden die Einheit mit dem Absoluten zuteilwird, wird im Tantrismus häufig durch den Geschlechtsakt symbolisiert.
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