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  • Tswana – Wikipedia

    Das Wort Tswana bezieht sich auf: das südafrikanische Volk der Batswana, die Sprache der Batswana: Setswana, die Tswana-Religion.

  • Setswana – Wikipedia

    Setswana (auch: Tswana) ist eine in Botswana (90% der Bevölkerung) und der Republik Südafrika (7% der Bevölkerung) – hier besonders in der früheren Provinz Transvaal ...

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Tswana

Enzyklopädieartikel

Tswana, Bantu sprechende Bevölkerung im westlichen Transvaal und in den Kaplands im Nordosten Südafrikas sowie in Botswana. Das Tswana wurde Mitte der neunziger Jahre von rund 4,7 Millionen Menschen gesprochen; in Südafrika von rund 2,8 Millionen Menschen, in Botswana von rund 1,1 Millionen sowie in Namibia und Simbabwe. Die bedeutendsten Untergruppen sind die Hurutse, die Kgatla, die Kwena, die Rolong, die Thlaping und die Tlokwa.

Die Tswana, sie bilden heute den westlichen Zweig der Sotho, sind wahrscheinlich eine der ältesten Einwanderergruppen im südlichen Afrika. Sie waren zwischen 1823 und 1832 in Auseinandersetzungen mit den Matabele und dem Sotho-Königreich verwickelt. Erst nach der Bureninvasion 1836/37 erhielten die Tswana Teile ihrer früheren Siedlungsgebiete als Reservate zurück.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts lebten die westlichen Tswana unter britischer Kolonialherrschaft, bis aus dem Protektorat Bechuanaland 1961 das unabhängige Botswana hervorging.

Die Ost-Tswana des Transvaal leben seit 1972 selbstverwaltet. 1979 schuf die südafrikanische Apartheidregierung das Homeland BophuthaTswana. Durch ihren frühen und intensiven Kontakt mit den Weißen sind die Tswana stark europäisiert.

Jeder Tswana gehört zur Abstammungsgruppe seines Vaters (siehe Patrilineage); jeder dieser Abstammungsgruppen ist ein charakteristisches Symbol zugeordnet, das manchmal als Familienname verwendet wird. Traditionell war die wichtigste soziale Einheit der Tswana, besonders im heutigen Botswana, die Lokalgruppe, wobei mehrere miteinander verwandte Familien unter der Führung des Familienvorstandes der ältesten Familie zusammenlebten. Außerdem existierten Altersklassen, die über die Lokalgruppen hinweg Loyalitäten schufen. Die traditionelle Wirtschaftweise, eine Mischform aus Viehzucht und Ackerbau (Mais, Hirse, Erdnüsse), war ihrem natürlichen Lebensraum, dem Grasland, angepasst. Heute verdingt sich ein Großteil der Männer der Tswana in der Minenwirtschaft oder als Saisonarbeiter in den großen städtischen Ballungsgebieten. Die meisten Tswana sind heute Christen.

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