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Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Enzyklopädieartikel

Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), 1917 als Abspaltung von der SPD gegründete Partei, die von Hugo Haase und Wilhelm Dittmann geführt wurde.

Die USPD ging aus der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft von Reichstagsabgeordneten hervor, die 1916 als Gegner des Burgfriedens aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen worden waren. Als marxistische Klassenkampfpartei gab die neue Gruppierung der zunehmenden Radikalisierung unter den Arbeitern Ausdruck. Mit prominenten Mitgliedern (u. a. Eduard Bernstein, Karl Kautsky und den Spartakusbund-Gründern Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht) etablierte sie sich als linke Konkurrenzpartei zur SPD. In der Novemberrevolution 1918 spielte sie eine entscheidende Rolle, war im Rat der Volksbeauftragten (der Übergangsregierung von 1918/19) vertreten und nahm in der Rätebewegung (1918-1920) eine zeitweise führende Stellung ein (u. a. in der Münchner Räterepublik). Zwischen linksextremistischem Aktionismus und realpolitischer Mitwirkung verschliss sich die Partei jedoch: Ende 1918 verließ der Spartakusbund die USPD und konstituierte sich als KPD, 1920 spaltete sich die USPD erneut und ging schließlich 1922 wieder ganz in der SPD auf.

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