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  • Friedrich Gulda 1930 - 2000

    Ausführliches Porträt des Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg, begründet durch eine inzwischen zur Dauereinrichtung gewordene Sonderausstellung über den Musiker.

  • Friedrich Gulda – Wikipedia

    Friedrich Gulda (* 16. Mai 1930 in Wien; † 27. Januar 2000 in Weißenbach am Attersee) war ein österreichischer Pianist und Komponist.

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Friedrich Gulda

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Friedrich GuldaFriedrich Gulda

Friedrich Gulda (1930-2000), österreichischer Pianist und Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts.

Gulda wurde am 16. Mai 1930 in Wien geboren. Er zeigte bereits in jungen Jahren beachtliches musikalisches Talent und erhielt nach einem Besuch des Grossmann-Konservatoriums privaten Klavierunterricht bei Felix Pazofsky (1937-1942) und an der Wiener Musikakademie bei Bruno Seidlhofer (1942-1947). Kaum 20-jährig unternahm er Konzertreisen innerhalb Europas und in die Vereinigten Staaten, wo er 1950 u. a. in der New Yorker Carnegie Hall auftrat. Vor allem mit seinen Interpretationen von Ludwig van Beethovens Klaviersonaten sorgte er für Aufsehen.

Gulda, der bei seinen Auftritten immer wieder durch die skandalträchtige Missachtung des etablierten Konzertbetriebs von sich reden machte (indem er etwa in Jeans und offenem Hemd auftrat), begeisterte vor allem mit Werken der Klassik, insbesondere des Barock, wandte sich ab 1956 jedoch verstärkt dem Jazz zu. In dieser Zeit gründete er das Eurojazz Orchester, mit dem er häufig eigene Stücke zur Aufführung brachte. Im Rahmen dieser von ihm so genannten Third Stream-Musik komponierte er Stücke für Big Bands und trat auch als Bariton-Saxophonist auf. In den sechziger Jahren initiierte Gulda diverse Weltmusikfestivals, auf denen eine Verbindung zwischen traditioneller Folklore, Klassik, Jazz und Avantgarde gesucht wurde. Hierbei spielte er selbst mit bekannten Jazzmusikern und Gruppen zusammen (Albert Mangelsdorff, Anima, Weather Report) und nahm auch Platten auf. In den achtziger Jahren führte er als Perkussionist mit der Sängerin Limpe Fuchs avantgardistische Improvisationen vor.

Zwischenzeitlich kehrte Gulda indes immer wieder zu seinem klassischen Repertoire zurück und begeisterte seine Fans mit Mozarts Klaviersonaten, Schubert-Liedern und Chopin-Sonaten. Im Gegensatz zu seinem unbestrittenen Können als Barock- und Klassikinterpret wurden seine Ausflüge in den Jazz zum Teil reserviert aufgenommen; Jazzkritiker wie Joachim Ernst Behrend konstatierten bei Gulda „mangelndes Feeling” und stellten seine musikalische Intention (die Verbindung von Jazz und Klassik) in Frage. In den neunziger Jahren gestaltete der Künstler mehrere „Münchner Klaviersommer” mit und stellte in diesem Rahmen 1992 auch eine eigene Fantasy-Show vor. Für seine Leistungen als Pianist erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Friedrich Gulda starb am 27. Januar 2000 in Weißenbach am Attersee.

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