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Haager Landkriegsordnung (HLKO), Beschluss der Haager Friedenskonferenzen von 1899 und 1907, die auf Initiative des Zaren Nikolaus II. bzw. des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt und unter pazifistischem Einfluss zur Regelung künftiger internationaler Streitfälle abgehalten wurden. Die HLKO formuliert die Gesetze und Gebräuche des Landkrieges, sie definiert den Begriff des Kriegsführenden, den gesetzlichen Status der Kriegsgefangenen, die Rechtsstellung der Spione und Parlamentäre. Ferner verbietet sie den Einsatz bestimmter Mittel der Kriegsführung (Gift), sie enthält Regelungen für einen Waffenstillstand und Garantien für die Bevölkerung besetzter Gebiete (Schutz des Privateigentums). Die Haager Friedenskonferenzen schufen mit ihren Abkommen die Vorbedingungen für Völkerbund, Abrüstungskonferenzen und die Gründung der Vereinten Nationen; allerdings stand die Konferenz von 1907 bereits unter dem Zeichen zunehmender imperialer Macht- und Kriegspolitik (Deutschlands Ablehnung der Abrüstung).
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