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  • Humboldtstrom – Wikipedia

    Der Humboldtstrom ist eine kalte Meeresströmung an der Westküste Südamerikas, benannt nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt.

  • Humboldtstrom - MSN Encarta

    Humboldtstrom, nach Alexander von Humboldt benannte kalte Meeresströmung auf der Südhalbkugel. Der Humboldtstrom fließt in nördlicher Richtung entlang

  • Galapagospinguin

    Gebrütet wird, wenn der kalte Humboldtstrom viel Nahrung mit sich bringt. Daher sind sie stark vom 'El Nino'-Klimaphänomen bedroht, da dann der kalte Humboldtstrom nachläßt.

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Humboldtstrom

Enzyklopädieartikel

Humboldtstrom, nach Alexander von Humboldt benannte kalte Meeresströmung auf der Südhalbkugel. Der Humboldtstrom fließt in nördlicher Richtung entlang der Küsten Chiles und Perus und biegt im weiteren Verlauf nach Westen in Richtung der Galápagos-Inseln ab. Die Wassertemperaturen liegen unmittelbar vor der Küste bei etwa 15 bis 17 °C; zum offenen Meer hin nehmen sie zu. Das kalte Wasser der Strömung ist überaus nährstoffreich und bietet Lebensraum für eine artenreiche Fischwelt. Das System wird beim Einsetzen der Gegenströmung El Niño beeinträchtigt. Dieses Phänomen tritt im Abstand von mehreren Jahren jeweils in der Weihnachtszeit auf und treibt wärmeres Wasser aus nördlicheren Breiten dem Humboldtstrom entgegen. Dadurch wird das bestehende Ökosystem erheblich gestört; das umfangreiche Fischsterben entzieht den Seevögeln die Nahrungsgrundlage, und der Fischfang – ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in den Anrainerstaaten – kommt zum Erliegen.

Die relativ niedrige Temperatur des Humboldtstroms beeinflusst auch das Klima der angrenzenden Küstenabschnitte. Abkühlung der unteren Luftschichten oberhalb der Meeresoberfläche führt zur Kondensation der aus westlichen Richtungen heranströmenden Luft. Diese verliert somit bereits vor dem Übertritt auf das südamerikanische Festland einen großen Teil ihrer Luftfeuchte. Als verbreitetes Phänomen treten in vom Humboldtstrom betroffenen Meeresgebieten Küstennebel auf, während die küstennahen Bereiche des Festlandes durch markante Trockenheit gekennzeichnet sind. Die Jahresniederschläge erreichen häufig weniger als 200 Millimeter. In den trockensten Regionen entwickelten sich Wüsten, von denen die Atacama im nördlichen Chile die ausgedehnteste ist.

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