Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse OasisEnzyklopädieartikel
Oasis, britische Popband. Sie zählt zu den weltweit erfolgreichsten Formationen der neunziger Jahre und gilt als herausragende Vertreterin des so genannten Britpop. Oasis wurde 1991 von Liam Gallagher (*1972, Gesang), Paul „Bonehead” Arthurs (*1965, Gitarre), Paul „Guigsy” McGuigan (*1971, Bass) und Tony McCarroll (Schlagzeug) in Manchester gegründet; die Band ging aus der von McCarroll und McGuigan ins Leben gerufenen Formation Rain hervor. Nach kurzer Zeit stieß Liams Bruder Noel Gallagher (*1967, Gitarre) hinzu und übernahm unmittelbar die Führungsrolle: Liam durfte als Sänger zwar Frontman bleiben, die Band spielte in der Folgezeit aber nur noch von Noel geschriebene Stücke. Noch bevor eine erste Platte produziert wurde, erwarb sich Oasis mit ausgedehnten Tourneen durch England einen Ruf als hervorragende Liveband. Musikalisch vermischt Oasis den von Rückkopplungen geprägten rauen Gitarrensound des Alternative Rock der neunziger mit den opulenten, psychedelischen Klängen der britischen Popmusik der späten sechziger und frühen siebziger Jahre. Parallelen zu den Rolling Stones sind beabsichtigt, auch was das Image betrifft; musikalisch lehnt sich Oasis vor allem aber an die Beatles an, deren Sound sie nostalgisch immer wieder aufgreifen und teilweise sogar zitieren. Mit dem Debütalbum Definitely, Maybe (1994), das einen rohen Gitarrenrock präsentierte, begann die steile Karriere der Band; die Platte zählte zu den meistverkauften Debütalben der Rockgeschichte. Das mit Alan White (*1972) als neuem Schlagzeuger eingespielte Nachfolgealbum (What’s The Story) Morning Glory? (1995), das die Hits Wonderwall und Don’t Look Back in Anger enthielt, übertraf diesen kommerziellen Erfolg sogar noch: Die CD erzielte allein in Großbritannien eine Auflage von mehr als drei Millionen Exemplaren. Zusammen mit der Band Blur wurde Oasis zur wichtigsten Vertreterin der Britpop genannten jungen britischen Popmusik, zu der etwa auch Suede, Pulp und The Verve zählten. Die Konkurrenz zu Blur wurde dabei von der englischen Musikpresse in einer Publicitykampagne zu einer tiefen Feindschaft der beiden Bands hochgespielt, wobei den Oasis-Mitgliedern die Rolle der proletarischen Rüpel zukam, ein Image, das durch publik gewordene Alkohol-, Drogen- und Gewaltexzesse sowie bandinterne Streitereien – vor allem zwischen den beiden Gallagher-Brüdern – noch verstärkt wurde. Mit dem dritten Album Be Here Now (1997), das in mehreren europäischen Ländern Platz eins der Charts erreichte, manifestierten Oasis ihre Stellung als Kultband der jugendlichen Gegenkultur der neunziger Jahre. Nach der Einspielung des Folgealbums Standing on the Shoulders of Giants (2000) verließen Arthurs und McGuigan die Band und wurden durch Gem Archer (*1967, Gitarre) und Andrew Bell (*1970, Bass) ersetzt. Auf diesem und auch dem nächsten Album Heathen Chemistry (2002) waren erstmals nicht nur Songs von Noel Gallagher zu hören, sondern auch Kompositionen der anderen Bandmitglieder – für die Musikpresse die Hauptursache dafür, dass die Stücke immer unspektakulärer und mittelmäßiger wurden. In der Folge gerieten die Gallagher-Brüder immer wieder negativ in die Schlagzeilen, sei es wegen Prügeleien, sei es wegen Ehezwistigkeiten und Scheidungsprozessen. Im Januar 2004 wurde Schlagzeuger White aus der Band geworfen; Oasis bestand eine Weile als Quartett ohne festen Drummer, bis Ende 2004 Zak Starkey, der Sohn von Ringo Starr, in die Band aufgenommen wurde. Nach drei Jahren Pause erschien 2005 das sechste Studioalbum Don’t Believe the Truth, das nach Meinung der meisten Kritiker stilistisch wenig Neues bot.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |