Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Pearl JamEnzyklopädieartikel
Pearl Jam, amerikanische Rockgruppe. Neben Nirvana und Soundgarden gilt die Band als wichtigster Vertreter der Anfang der neunziger Jahre entstandenen Musikrichtung Grunge. Pearl Jam formierten sich 1990 in Seattle (Washington) in der Besetzung Stone Gossard (*1966, Gitarre), Mike McCready (*1965, Gitarre), Jeff Ament (*1963, Bassgitarre) und Dave Abbruzzese (*1968, Schlagzeug); noch vor der Entstehung des ersten Albums stieß mit Eddie Vedder (*1964) ein Sänger zur Band, dessen markante Stimme und intelligente Texte das Markenzeichen der Gruppe wurden. Das 1992 veröffentlichte Debütalbum Ten profitierte vom Boom des „Seattle-Sounds”, den Kurt Cobain und Nirvana als Protagonisten des Grunge kurz zuvor ausgelöst hatten, und wurde allein in den USA mehr als elf Millionen Mal verkauft. Die Singles Once, Alive und Even Flow erreichten hohe Positionen in den Hitparaden. Mit einer eher an aggressivem Gitarrenrock à la Aerosmith denn am Grunge orientierten Musik und mit dem charismatischen Frontmann Vedder, aufgrund seiner Stimme und seiner Ausstrahlung oft mit Jim Morrison verglichen, erarbeiteten sich Pearl Jam schnell den Ruf, eine der aufregendsten Livebands ihrer Zeit zu sein. Wenn auch von der Kritik nicht mehr so euphorisch gefeiert wie das Debütalbum, platzierten sich die beiden folgenden LPs vs. (1993) und Vitalogy (1994) auf dem ersten Platz der US-Albumcharts. Anschließend wurde es zunächst still um die Gruppe, deren Mitglieder sich zunehmend auch anderen Bandprojekten zuwandten. Ähnlich wie Nirvana drohte die Formation am Widerspruch zwischen plötzlichem Erfolg, verbunden mit einem gewaltigen Medieninteresse und der Kommerzverweigerung, der sich die Gruppenmitglieder verschrieben hatten, zu zerbrechen. Pearl Jam begannen einen jahrelangen, vergeblichen Kampf gegen ihre Plattenfirma und Konzertveranstalter, gaben keine Interviews und lehnten es ab, Videos für ihre Stücke zu drehen. Nach einer Umbesetzung – Schlagzeuger Abbruzzese verließ die Band und wurde durch Jack Irons (*1962), den ehemaligen Drummer der Red Hot Chili Peppers, ersetzt – spielten Pearl Jam nach mehreren gemeinsamen Konzerten mit dem oft als „Ziehvater des Grunge” bezeichneten Neil Young dessen kraftvolles, äußerst erfolgreiches Album Mirror Ball (1995) ein. Mit dem von der Countrymusik beeinflussten No Code (1996) und dem rockigeren, geradlinigeren Yield (1998) erschienen anschließend wieder zwei Pearl-Jam-Studioalben, die wie das Livealbum Live on two Legs (1998) zwar große Verkaufserfolge wurden, denen Kritiker jedoch teilweise fehlende Innovationen vorwarfen. Die CD Binaural (2000) verhalf der Gruppe zu einem beachtlichen Comeback, das auch dadurch begünstigt wurde, dass sich die Bandmitglieder überraschend wieder zu Interviews und Werbeterminen bereitfanden. Aufsehen erregte die Entscheidung, die Konzerte der Binaural-Tour sämtlich mitzuschneiden und die Aufnahmen den Fans zugänglich zu machen, so dass 2000 und 2001 insgesamt 72 Livealben von Pearl Jam herauskamen. Mit Riot Act (2002) legte die Band ein stilistisch vielseitiges, vom künstlerischen Niveau her sehr unterschiedliches Album vor. Nach einer weiteren längeren Pause kam das achte Studioalbum Pearl Jam (2006) heraus, das gute Kritiken erhielt und mit dem die Band ihren Status als eine der bedeutendsten und am längsten erfolgreichen Bands des Alternative Rock untermauerte.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |