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Alice Schwarzer

Enzyklopädieartikel

Alice Schwarzer (*1942), deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Frauenrechtlerin. Seit Gründung der Zeitschrift Emma 1977 ist sie die Symbolfigur der Frauenbewegung in Deutschland.

Schwarzer wurde am 3. Dezember 1942 in Wuppertal-Elberfeld geboren und begann 1959 als Journalistin zu arbeiten. 1964 absolvierte sie ein Sprachstudium in Paris und arbeitete von 1966 bis 1968 in Düsseldorf bei den Düsseldorfer Nachrichten sowie 1969 in Frankfurt für die Zeitschrift pardon. Zwischen 1970 und 1977 studierte sie neben ihrer Arbeit Soziologie und Psychologie in Paris. Seit 1977 ist Schwarzer Herausgeberin der von ihr begründeten feministischen Zeitschrift Emma. 1983 war sie Mitbegründerin des Hamburger Instituts für Sozialforschung; in Köln gründete sie ein feministisches Dokumentationszentrum.

Als Journalistin und Autorin erstritt sich Schwarzer den Ruf einer kämpferischen Feministin. Eine hohe Auflage erreichte ihr Buch Der kleine Unterschied und seine großen Folgen (1975). 1982 erschien Simone de Beauvoir heute. Gespräche aus 10 Jahren, 1984 ihre Kampfschrift gegen die Pornographie PorNo. Opfer & Täter. Gegenwart & Backlash. Verurteilung & Gesetz. Nach einem Band zur Beziehung von Petra Kelly und Gert Bastian Eine tödliche Liebe (1993) brachte sie 1996 eine Biographie über die Publizistin Marion Gräfin Dönhoff heraus (Marion Dönhoff. Ein widerständiges Leben). Es folgten Der große Unterschied. Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen (2000), Romy Schneider. Mythos und Leben (2000) und Alice im Männerland. Eine Zwischenbilanz (2002). Der Deutsche Staatsbürgerinnen-Verband wählte Schwarzer 1997 zur „Frau des Jahres”.

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