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Tina Turner

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Tina TurnerTina Turner

Tina Turner, eigentlich Anna Mae Bullock, (*1939), amerikanische Soul- und Pop-Sängerin. Zusammen mit ihrem Ehemann Ike war sie in den sechziger und siebziger Jahren populär, in den achtziger Jahren startete sie eine äußerst erfolgreiche Karriere als Solokünstlerin.

Turner wurde am 26. November 1939 als Tochter eines Farmarbeiters in Nutbush bei Brownsville (Tennessee) geboren. Erste musikalische Erfahrungen sammelte sie im Kindesalter als Gospelsängerin im Kirchenchor. Nach der Scheidung ihrer Eltern kam sie 1953 zusammen mit ihrer Mutter nach Saint Louis, wo sie in einem Nachtclub den Rhythm-and-Blues- und Soul-Musiker Ike Turner (1931-2007) kennen lernte, der die 17-Jährige in seine Band aufnahm und 1958 auch heiratete. Dieser Ehe entstammen vier Kinder. Der internationale Durchbruch gelang dem zunächst nur beim afroamerikanischen Publikum beliebten Paar 1966 mit dem Song River Deep – Mountain High, dem weitere Hits folgten: Bold Blue Sister, The Hunter, Come Together, I Want to Take You Higher (alle 1970), Proud Mary (1971), die Coverversion eines Songs von Creedence Clearwater Revival, Up in the Heat (1972) sowie Nutbush City Limits (1973) aus der Feder von Tina Turner. Der Erfolg des Duos war vor allem auch der großen Bühnenpräsenz und der energiegeladenen Stimme der Sängerin zu verdanken, während die Qualitäten Ike Turners in den Hintergrund rückten. In Ken Russels Verfilmung der Rockoper Tommy (1975; Tommy, Musik The Who) spielte sie die Rolle der Acid Queen. 1976 trennte sich Tina Turner von ihrem Ehemann, nachdem sie von ihm mehrfach misshandelt worden war; 1978 erfolgte die Scheidung.

Nach einer mehrjährigen Phase relativer Erfolglosigkeit feierte die Sängerin, die sich mehr und mehr von weißer Rockmusik beeinflussen ließ, ein eindrucksvolles Comeback. Ihr Millionenseller Private Dancer war das bestverkaufte Album des Jahres 1984 und wurde in den USA mit drei Grammys ausgezeichnet. Neben dem Titelsong enthielt es die Hits What’s Love Got to Do with It und Better Be Good to Me. Im folgenden Jahr spielte sie eine Hauptrolle in dem düsteren Sciencefictionfilm Mad Max Beyond Thunderdome (1985; Mad Max III – Jenseits der Donnerkuppel) an der Seite von Mel Gibson. Mit dem Titelsong zu diesem Film, We Don’t Need Another Hero, gelang ihr ein weiterer Welthit. Auch alle Nachfolgealben wurden weltweit zu großen Erfolgen: Break Every Rule (1986), Foreign Affair (1989), Wildest Dreams (1996, mit der Singleauskopplung Whatever You Want) und Twenty Four Seven (1999). Für den Agententhriller James Bond 007 – Goldeneye (1995; James Bond 007 – Goldeneye) mit Pierce Brosnan interpretierte Turner den Titelsong. Ihre Autobiographie trägt den Titel I, Tina (1986; Ich, Tina. Mein Leben).

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