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Windows Live® Suchergebnisse FlussmuschelnEnzyklopädieartikel
Flussmuscheln, Familie der Blattkiemenmuscheln, die mit zahlreichen Arten weltweit im Süßwasser (siehe Süßwasserlebewesen) verbreitet sind. Flussmuscheln sind zwischen zweieinhalb und 30 Zentimeter groß, ihre Schale ist innen perlmuttartig beschichtet. Diese Muscheln sind in der Regel getrenntgeschlechtig, wobei weibliche Tiere zu Bruttaschen umgewandelte Kiemenblätter besitzen, in denen sich die Eier entwickeln. Die daraus geschlüpften Larven, die bereits zweiklappige Schalen aufweisen, leben als so genannte Glochidien parasitisch: Sie setzen sich mit ihren oft mit Haken ausgestatteten Schalen an Fischen fest und werden von deren Gewebe ummantelt. Nachdem sie ihre Entwicklung zur jungen Muschel abgeschlossen haben, fallen sie ab oder werden vom Fisch abgestreift. Die meisten Arten der Flussmuscheln sind in ihrem Bestand gefährdet, da sie sehr empfindlich auf Gewässerverschmutzung reagieren. In Mitteleuropa ist die Familie durch die Gattungen Teichmuscheln und Flussmuscheln im eigentlichen Sinne vertreten. Die bis sechs Zentimeter lange Dicke Flussmuschel lebt in fließenden Gewässern und kommt nur in Bereichen mit geringer Gewässerverschmutzung vor. Die bis neun Zentimeter große Malermuschel ist regelmäßig in Seen, Bächen und Flüssen anzutreffen, in die keine Haushaltsabwässer eingeleitet werden. Ihre Schalen verwendeten Maler früher zum Anrühren von Wasserfarben. Einige Flussmuschelarten sind von wirtschaftlicher Bedeutung. Systematische Einordnung: Flussmuscheln gehören zur Unterordnug Schizodonta der Klasse Bivalvia im Stamm Mollusca. Sie bilden die Familie Unionidae. Teichmuscheln bilden die Gattung Anodonta und Flussmuscheln im eigentlichen Sinne die Gattung Unio. Der wissenschaftliche Artname der Dicken Flussmuschel lautet Unio crassus, derjenige der Malermuschel Unio pictorum.
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