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Windows Live® Suchergebnisse Zweites Deutsches FernsehenEnzyklopädieartikel
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt mit Sitz in Mainz. Der Sender strahlt seit 1963 ein bundesweit einheitliches Fernsehprogramm aus. Der Staatsvertrag über die Errichtung des ZDF als Anstalt des öffentlichen Rechts wurde am 6. Juni 1961 von den Ministerpräsidenten der Bundesländer unterzeichnet und trat am 1. Dezember desselben Jahres in Kraft. Das ZDF sollte mit einem bundesweit einheitlichen Fernsehprogramm eine Ergänzung zum Programm der föderal organisierten ARD bilden. Am 1. April 1963 nahm das ZDF den Sendebetrieb auf, zunächst von Eschborn bei Frankfurt am Main aus. Die Sendezentrale wurde in den folgenden Jahren provisorisch nach Wiesbaden verlegt; 1974 wurde das neue Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg in Betrieb genommen, wo das ZDF seither seinen Sitz hat. Es dauerte allerdings bis 1984, bis der komplette ZDF-Stab mit Produktion, Technik, Verwaltung und allen Redaktionen nach Mainz umgezogen war. Das ZDF sendet ein Vollprogramm aus Information, Bildung und Unterhaltung, das gemäß seinem Programmauftrag einen objektiven Überblick über das Weltgeschehen und ein umfassendes Bild der deutschen Wirklichkeit vermitteln soll. Die Programmstruktur sieht rund zur Hälfte Informationssendungen, zu einem Drittel Fiktion und zu je 7 Prozent Show-Unterhaltung, Sport und Kinderprogramm vor. Neben der Veranstaltung des Hauptprogramms betreibt das ZDF in Zusammenarbeit mit anderen Rundfunkanstalten weitere Fernsehprogramme: So gründeten ZDF, ORF und SRG 1984 3sat, das gemeinsame Satellitenfernsehprogramm für den deutschen Sprachraum, dem 1993 auch die ARD beitrat. Seit 1992 beteiligt sich das ZDF außerdem an dem europäischen Kultursender ARTE. 1997 gingen in Kooperation mit der ARD zwei neue Spartenprogramme auf Sendung: der gewalt- und werbefreie Kinderkanal KI.KA sowie PHOENIX, ein Kanal mit überwiegend politischen Dokumentations- und Informationssendungen. Seit 1994 trägt das ZDF zudem gemeinsam mit der ARD die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt DeutschlandRadio, die zwei bundesweit zu empfangende Radioprogramme ausstrahlt. Das ZDF wird von den drei Instanzen Fernsehrat, Verwaltungsrat und Intendant geleitet und überwacht. Der Fernsehrat stellt Richtlinien für die Sendungen auf und überwacht die Einhaltung dieser Richtlinien und der im Rundfunkstaatsvertrag aufgestellten Grundsätze. Die Geschäfte führt der vom Fernsehrat für die Dauer von fünf Jahren gewählte Intendant, der das ZDF nach außen vertritt und für die Gestaltung des Programms verantwortlich ist. Der Verwaltungsrat überwacht die Tätigkeit des Intendanten vor allem in Haushaltsfragen. Finanziert wird der Sender zum größten Teil durch Rundfunkgebühren sowie durch Einnahmen aus Werbung, Kooperationen, Programmvermarktung etc. Das Programm des ZDF wird von der Chefredaktion und der Programmdirektion gestaltet, die sich aus elf Hauptredaktionen und drei Programmbereichen zusammensetzen. Die Chefredaktion ist für Politik, Zeitgeschehen und Sport zuständig. Ihr unterstehen die sechs Hauptredaktionen Aktuelles, Innenpolitik, Außenpolitik, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik, Gesellschafts- und Bildungspolitik und Sport. Die Programmdirektion gestaltet die kulturellen, künstlerischen und unterhaltenden Sendungen des ZDF; sie besteht aus den fünf Hauptredaktionen Kultur und Wissenschaft, Fernsehspiel, Reihen und Serien (Vorabend), Show sowie Unterhaltung Wort, den drei Programmbereichen Spielfilm, Musik und Kinder und Jugend sowie der Hauptabteilung Programmplanung.
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