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Sachsen (Bundesland), im Osten der Bundesrepublik Deutschland gelegenes Bundesland. Es grenzt im Südwesten an Bayern, im Westen an Thüringen, im Nordwesten an Sachsen-Anhalt, im Nordosten an Brandenburg, im Osten an Polen und im Süden an die Tschechische Republik. Hauptstadt des Landes ist Dresden. Weitere große Städte sind Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Görlitz und Plauen.
Das 18 338 Quadratkilometer große Sachsen liegt im Übergangsbereich von glazial geprägter norddeutscher Landschaft zur deutschen Mittelgebirgsschwelle. Der Norden Sachsens wurde während des Pleistozäns von aus Skandinavien kommenden Gletschern und deren Schmelzwässern geprägt: In der Leipziger Tieflandsbucht liegen stark abgetragene Reste von (Alt-)Moränen der Saale- und der Elster-Eiszeit zwischen großflächigen Geschiebelehm-Platten; die nördliche Oberlausitz wird von Südwesten nach Nordosten von dem breiten, von Schmelzwässern geschaffenen Breslau-Magdeburger-Urstromtal durchquert. Im Norden reicht die Dübener Heide in das Bundesland hinein. Zur Mittelgebirgsschwelle hin geht das Flachland in das Mittelsächsische Berg- und Hügelland über, das vielerorts von mächtigen Lößdecken überdeckt wird. Im Westen dieses Naturraumes liegt das Vogtland, östlich der Elbe das Lausitzer Bergland. Nach Süden steigt das Mittelsächsische Bergland allmählich zu den Mittelgebirgen an, über die die Grenze zur Tschechischen Republik verläuft. An das Elstergebirge schließen nach Osten das Erzgebirge (mit dem 1 214 Meter hohen Fichtelberg als höchstem Berg Sachsens), das Elbsandsteingebirge (zu beiden Seiten der Elbe) und das Lausitzer Gebirge an. Wichtigster Fluss des Bundeslandes ist die Elbe, die bis auf den äußersten Südosten die gesamte Landesfläche entwässert. Im Westen durchziehen die Freiberger und die Zwickauer Mulde sowie die Zschopau Sachsen. Grenzfluss zu Polen ist die Neiße. Das Klima Sachsens wird geprägt durch die Meeresferne des Bundeslandes, die Winter sind kälter (mittlere Januartemperatur in Leipzig: -0,3 ºC) und die Sommer wärmer (mittlere Julitemperatur 18,4 ºC) als in Küstennähe. Klimabegünstigt sind die Leipziger Tieflandsbucht und der Dresdener Elbtalkessel. In den Höhenlagen des Erzgebirges fallen bis 1 600 Millimeter Jahresniederschlag, in weiten Teilen des Landes nur zwischen 600 und 800 Millimeter. Etwa ein Viertel der Landsfläche ist bewaldet, verbreitet sind vor allem Fichtenbestände. Über 70 Prozent der Wälder, vor allem an der Grenze zur Tschechischen Republik, sind geschädigt.
Die Einwohnerzahl des Bundeslandes beträgt etwa 4,61 Millionen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei circa 250 Einwohnern pro Quadratkilometer; damit gehört Sachsen zu den dichter besiedelten Bundesländern. Mit Ausnahme von Leipzig befinden sich alle größeren Städte im Süden des Bundeslandes. Besonders dicht ist Sachsen im Vorland des Erzgebirges und im Elbtal besiedelt. In der Oberlausitz leben die Obersorben. Das ursprünglich westslawische Volk der Sorben (Wenden), das in der Lausitz circa seit dem 7. Jahrhundert siedelt, hat sich seine eigene Sprache (Sorbisch) und Kultur erhalten. Etwa ein Drittel der sächsischen Bevölkerung ist christlichen Glaubens.
1992 wurde die Landesverfassung Sachsens verabschiedet. Die 120 Abgeordneten des Landtages werden für fünf Jahre gewählt. Das Bundesland gliedert sich in die Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig mit 22 Landkreisen und sieben kreisfreien Städten.
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