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    BA 1-5 : Einstein, Carl: Werke. Berliner Ausgabe. Bd. 1: 1907-1918, hg. v. Hermann Haarmann u. Klaus Siebenhaar; Bd. 2: 1919-1928, hg. v.

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    Carl-Einstein-Preis. Mit dem Carl-Einstein-Preis für Kunstkritik - finanziert von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG - werden freie Kritiker ausgezeichnet ...

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Carl Einstein

Enzyklopädieartikel

Carl Einstein (1885-1940), Kunsthistoriker und Schriftsteller, eine der herausragenden Gestalten des literarischen Expressionismus.

Einstein wurde am 26. April 1885 in Neuwied geboren. 1912 machte ihn sein gattungssprengender Roman Bebuquin oder die Dilettanten des Wunders in Berliner Expressionistenkreisen schlagartig berühmt. Der Roman setzt das später (1916) von seinem Autor als „Aeternismus” bezeichnete Programm „absoluter”, d. h. von jeder außersprachlichen Wirklichkeit abstrahierender, raum-zeitloser Prosa adäquat um. Bereits hier spiegelt sich Einsteins Interesse an der Kunst des Kubismus oder Primitivismus wider, denen er in seinem Essay Negerplastik (1915) das Wort redet. Der Roman Bebuquin, der „nichts als Gedanke ist” (Kurt Hiller), ist André Gide gewidmet und fand u. a. die enthusiastische Wertschätzung Gottfried Benns. Vor allem aber Hugo Balls Dadaismus verlieh er entscheidende Impulse.

Während des 1. Weltkrieges publizierte Franz Pfemfert etwa 40 Gedichte und Nachdichtungen von „Negerliedern” Einsteins in seiner expressionistischen Zeitschrift Die Aktion. 1918 wurde der Expressionist Mitglied des Brüsseler Soldatenrates und versuchte hier, seine linkspolitischen Theorien in die Praxis umzusetzen. 1928 ging Einstein, dem Berlin zu kleinstädtisch geworden war, nach Paris, wo er – mit Ausnahme der Zeit seiner Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg (1937) – bis zu seinem Tod lebte. Hier entstand zwischen 1932 und 1936 das kunsttheoretische Pamphlet Die Fabrikation der Fiktionen (1973 posthum herausgegeben), das mit der eigenen Position einer radikalen Befürwortung der künstlerischen Avantgarde abrechnete und die ästhetisch-intellektuelle Revolution etwa der Surrealisten (den „Lieferanten privater Phantasmen”) als rein artistisch, politisch unergiebig und „sozial strukturlos” brandmarkte. Am 5. Juli 1940 nahm sich Einstein in Lestelle-Bétharram bei Pau das Leben.

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