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Windows Live® Suchergebnisse BalinesenEnzyklopädieartikel
Balinesen, Angehörige der auf Bali und im Westen Lomboks ansässigen indonesischen Kultur, zu der etwa drei Millionen Menschen zählen. Die wirtschaftliche Grundlage der Balinesen ist der Reisanbau, der auf Terrassenfeldern betrieben wird, die auch an Berghängen angelegt werden. Von großer Bedeutung sind hierbei ausgeklügelte Bewässerungsanlagen, bei denen Aquädukte und Tunnel das Wasser aus weiter Entfernung auf die Felder leiten. Daneben findet sich Haustierhaltung sowie der Anbau verschiedener Feldfrüchte auf Trockenfeldern und in Gärten. Seit geraumer Zeit nimmt der internationale Tourismus eine bedeutende Stellung in der Wirtschaft Balis ein. Die so genannte hindubalinesische Kultur, in der hinduistische, buddhistische und autochthone (traditionelle) Kulturelemente miteinander verwoben sind, entwickelte sich ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. und entstand unter dem kulturellen Einfluss Indiens. Im 14. Jahrhundert unterstanden die Balinesen dem hinduistischen javanischen Majapahit-Reich, das bis zu seinem Untergang 1478 die dominierende Macht im indonesischen Raum bildete. Die hindujavanischen Kulturelemente wirkten sich besonders auf die Traditionen des Adels und der Brahmanen aus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die Balinesen, die politisch in mehrere Fürstentümer unterteilt waren, unter niederländische Kolonialherrschaft. Heute gehört ihr Siedlungsgebiet zu Indonesien. Die hierarchische Gesellschaftsordnung der Balinesen basiert auf dem Kastensystem, Kultur und tägliches Leben sind entscheidend von der spezifisch balinesischen Form des Hinduismus geprägt. Hierbei werden neben den zahlreichen indischen hinduistischen Gottheiten auch eine Reihe von lokalen Göttern verehrt. Eine wichtige Rolle spielen Riten, die bei der Geburt und bei der Bestattung (Feuerbestattung) abgehalten werden, die Einhaltung von Reinheitsgeboten, Opfern und Zeremonien in den zahlreichen Tempeln. Ein sakraler Kalender bestimmt das Leben im Jahresablauf. Weit über die Grenzen Balis hinaus sind die kunstvollen rituellen und profanen Tänze sowie die meisterhaft geschnitzten Barong-Masken bekannt geworden.
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