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Balz

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Balzender AuerhahnBalzender Auerhahn

Balz, Verhaltensweisen insbesondere männlicher Vögel, Säuger oder Fische während der Paarungszeit, die den weiblichen Tieren oder Konkurrenten imponieren sollen. Die hormonell bedingte und gesteuerte Balz ist meist begleitet von arttypischem Gesang, Flugspielen, Imponierposen (präsentieren spezieller Sonderbildungen, Spreizen von Schmuckfedern) oder gesteigertem Kampftrieb. Sinn der Balz ist, dass sich das geschlechtsreife und fortpflanzungsbereite Männchen so attraktiv wie möglich macht, um seine Gene in die nächste Generation weitergeben zu können. Die Männchen bildeten dazu im Lauf der Evolution oft spezielle Körpermerkmale bzw. Farben aus, z. B. das Hochzeitskleid mancher Fische wie Stichlinge oder bunte, bizarre Federkleider bei Paradiesvögeln, Pfauen oder Fasanen. Dies entstand wohl durch die gezielte Gattenwahl der Weibchen, denn ein gesundes Männchen mit hoher Fitness ist u. a. auch an seinen prächtigen Farben zu erkennen. Diese (anscheinend nutzlosen) Merkmale konnten sich festigen, da diese Männchen eine relativ höhere Nachkommenzahl erreichten. Den ausgeprägten äußerlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern nennt man Sexualdimorphismus. Balz wird aber auch bei Arten durchgeführt, die kein besonderes Prachtgefieder oder ähnliches aufweisen. Denn die Balz dient auch der Synchronisation der Partner und der Festigung ihrer Bindung. Durch das Abspielen zum Teil komplizierter Verhaltensmuster (z. B. beim Haubentaucher oder beim Stichling) stimmen sich beide Geschlechter auf die Paarung ein, durch das Balzverhalten wird die Begattung oft erst ermöglicht. Fehlen sexuelle Auslöser optischer, akustischer oder chemischer Natur oder sind sie unvollständig, so wird die Balz vorzeitig abgebrochen, obwohl ein Paarungstrieb vorhanden ist. Die arttypischen Signale (Verhalten, Balzkleid, Gesang u. a.) verhindern überdies größtenteils die Paarung zwischen Angehörigen verschiedener Arten.

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