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Bauhaus

Enzyklopädieartikel

Bauhaus, britische Rockband. 1978 in der mittelenglischen Industriestadt Northampton gegründet und nach der gleichnamigen Weimarer Kunstschule des Staatlichen Bauhauses von Walter Gropius benannt, gilt die Band mit ihrem düster-romantischen, psychedelischen Sound als eine der ersten und profiliertesten Repräsentanten des Gothic-Rock.

Bauhaus ging aus der 1977 von den beiden Kunststudenten David Jay (Bass) und Kevin Haskins (Schlagzeug) initiierten Punkformation Submerged Tenth hervor, die nach dem Eintritt von Gitarrist Daniel Ash in Craze und nach dem Eintritt von Sänger Peter Murphy 1978 in Bauhaus 1919 umbenannt wurde. Gleich mit ihrem ersten Song Bela Lugosi’s Dead (1979) dessen Text mit dem Dracula-Mythos und seiner Verkörperung durch Bela Lugosi spielt, gelang es der Gruppe, sich als eine der interessantesten Bands der britischen Alternativszene durchzusetzen: Bela Lugosi’s Dead gelangte bis zur Spitze der Independent-Charts. Mit ihren hintergründigen Songtexten, ihrem irritierenden, düsteren Sound und einer raffinierten Bühnenshow etablierten sie sich bald als eine der führenden Gruppen der aufkommenden New-Wave-Bewegung.

Die erste LP von Bauhaus trug den Titel In the Flat Field (1980). Mit den kommerziell erfolgreichen Alben Mask (1981) und The Sky’s Gone Out (1982), die Platz fünf der britischen LP-Charts erreichte, entfernte sich die Band in der Folgezeit immer weiter von ihrer Punk-Vergangenheit und bereicherte ihren Sound mit Elementen des Funk und Pop. Es folgten die Live-LP Press the Eject and Give Me the Tape (1982) und Burning from the Inside (1983). Bedeutende Hitsingles der Band waren u. a. Dark Entries (1980), Terror Couple Kill Colonel (1980), In the Flat Fields (1980), Telegram Sam (1980; Original von T. Rex), Kick in the Eye (1981), The Passion of Lovers (1981), Satori in Paris (1982), Ziggy Stardust (1982, – eine gelungene Cover-Version des bekannten David-Bowie-Songs – sowie She’s in Parties (1983). 1982 hatte die Gruppe einen kurzen Auftritt in Tony Scotts modernem Vampirfilm The Hunger (1983, Begierde) mit Catherine Deneuve, Susan Sarandon und David Bowie in den Hauptrollen. 1983 löste sich Bauhaus nach einer Japantournee auf, und die Musiker widmeten sich anderen Projekten wie Tones On Tail und die in den USA sehr erfolgreiche Formation Love And Rockets. Mitte der achtziger Jahre erschienen die Sampler 1979-1983, 1979-1983 Volume One und 1979-1983 Volume Two. Ein Live-Mitschnitt des letzten Bauhaus-Auftritts 1983 im Londoner Hammersmith Palace wurde 1992 unter dem Titel Rest in Peace: The Final Concert veröffentlicht.

1998 fand sich Bauhaus noch einmal mit altem Repertoire für eine Welttournee zusammen; im gleichen Jahr erschien das Album Crackle mit digital aufbereiteten Hits. Aufnahmen von der Reunion-Tour dokumentiert die Live-CD Gotham (1999).

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