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Windows Live® Suchergebnisse Ulrich BeckEnzyklopädieartikel
Ulrich Beck (*1944), deutscher Soziologe. In seinen Forschungen beschäftigt er sich überwiegend mit der Frage nach der Entwicklungsfähigkeit der modernen westlichen Gesellschaften. Beck wurde am 15. Mai 1944 in Stolp (Pommern) geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium in Freiburg und München, wo er 1972 promovierte und sich 1979 habilitierte. Ab 1981 war er Professor in Münster, 1982 folgte er einem Ruf der Universität Bamberg. Seit 1992 lehrt er wieder in München. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten gehört die Analyse der (sozioökologischen) Krisendynamik der Gesellschaftsentwicklung am Ende des 20. Jahrhunderts. Die Gesellschaft der Gegenwart beschreibt Beck als Risikogesellschaft (1986), in der es zwangsläufig zu einer Neubestimmung des Politischen kommt, wie der Autor in seinem Buch Politik in der Risikogesellschaft (1991) weiter ausführt. In der radikalisierten, reflexiven Moderne macht Beck als treibende Kraft die Unsicherheit aus (Zweite Moderne). Diese sei in diesem Sinne jedoch nicht nur negativ als Bedrohung aufzufassen, sondern ermögliche im Gegenteil in der Form des Skeptizismus als dem politischen Programm dieser radikalisierten Moderne, den „Größenwahn der Industrieepoche” zu überwinden. Insofern sei diese „alles erfassende und durchdringende Unsicherheit gerade nicht nur die Schattenseite der Freiheit”, es gelte „sie vielmehr genau umgekehrt als deren Sonnenseite zu entdecken” (Die Erfindung des Politischen – Zu einer Methode reflexiver Modernisierung, 1993). In Kinder der Freiheit (1997) untersucht Beck Gefahren und Möglichkeiten der so genannten Informationsgesellschaft. Weitere Werke sind u. a. Gegengifte – Die organisierte Unverantwortlichkeit (1988), Was ist Globalisierung? (1997), Politik der Globalisierung (1998), Perspektiven der Weltgesellschaft (1998), Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter (2002), Das Schweigen der Wörter. Über Terror und Krieg (2002).
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