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Bevölkerungspolitik

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Milliardste Bürgerin IndiensMilliardste Bürgerin Indiens

Bevölkerungspolitik, die Gesamtheit der von staatlicher Seite ergriffenen Maßnahmen zur Beeinflussung und Steuerung der Größe der Bevölkerung, ihrer Zusammensetzung sowie ihrer Verteilung.

Besondere Bedeutung kommt dem Altersaufbau innerhalb eines Gemeinwesens vor allem im Hinblick auf die Altersversorgung zu (Generationenvertrag). Weiterhin spielt die Arbeitsmarktsituation (Arbeitsmarktpolitik, Beschäftigungspolitik) für die nationale Bevölkerungspolitik eine entscheidende Rolle. Ebenso ist der Gesichtspunkt der Verteilung der Bevölkerung sowohl für die nationale als auch für die internationale Politik von besonderer Bedeutung. Auf nationaler Ebene sind hier etwa die Stichworte regionale Entwicklung oder Land- bzw. Stadtflucht zu nennen.

Auf der internationalen Ebene verursacht das enorme Bevölkerungswachstum in den weniger entwickelten, bzw. den so genannten Entwicklungsländern zunehmend Wanderungsbewegungen in Richtung der reichen Industriestaaten. 2003 rechneten die Vereinten Nationen mit einem weiteren Anstieg der Weltbevölkerung von sechs Milliarden im Jahr 1999 auf 8,9 Milliarden im Jahr 2050. Während insbesondere die Bevölkerung in Dritte-Welt-Ländern weiter ansteigen wird, erwartet man für Westeuropa einen Bevölkerungsrückgang. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die nationale Bevölkerungspolitik sind bereits heute Gegenstand von teilweise heftigen und häufig ideologisch bestimmten Kontroversen.

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