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Bewusstsein

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René DescartesRené Descartes

Bewusstsein, seit dem 18. Jahrhundert in Philosophie und Psychologie übliche Bezeichnung für die Gesamtheit menschlichen Erlebens bzw. der Bewusstseinsinhalte, das begleitet ist vom Wissen des Subjekts davon – ein Gedanke, der im lateinischen Ursprung (conscientia: Mitwissen) noch mitschwingt. Bewusstsein als Thema der Philosophie muss an den Begriff der Wahrheit gebunden sein; dabei unterscheidet man den Ort des Erlebens von Wahrheitsansprüchen (theoretisches Bewusstsein) bzw. der Willensbestimmung (praktisches Bewusstsein) sowie den Ort des ästhetischen Empfindens und der Stimmungen. Theoretisches und praktisches Bewusstsein ist auf Objekte gerichtet, d. h. durch Intentionalität ausgezeichnet. Eine schwer zu analysierende Bewusstseinsform ist das Bewusstsein seiner selbst (Selbstbewusstsein).

Das Bewusstsein begleitet und überwacht die Auseinandersetzung eines Lebewesens mit seiner Umwelt. Inwiefern Tiere Bewusstsein haben, ist umstritten; ein transzendentales Bewusstsein im Sinne Immanuel Kants, das ein „Ich denke” impliziert, haben Tiere sicher nicht. Fast jede philosophische Theorie hat zum Thema Bewusstsein eigene Thesen, besonders der Empirismus, namentlich John Locke (An Essay Concerning Human Understanding, 1690), die Phänomenologie Edmund Husserls (Logische Untersuchungen, 1900), die Existenzphilosophie bzw. der Existentialismus, etwa bei Jean Paul Sartre (Das Sein und das Nichts, 1952), und die philosophische Psychologie; hier ragen Ludwig Wittgensteins Philosophische Untersuchungen (1953) heraus.

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