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  • Karl Bühler – Wikipedia

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Karl Bühler

Enzyklopädieartikel

Karl Bühler (1879-1963), Psychologe.

Der am 27. Mai 1879 im badischen Meckesheim geborene Bühler war von 1913 bis 1918 Professor in München und von 1918 bis 1922 in Dresden, bevor er einem Ruf an die Universität Wien folgte, wo er bis zu seiner Emigration in die USA im Jahr 1938 lehrte. Er starb am 24. Oktober 1963 in Los Angeles.

Bühler gilt als Vertreter der so genannten Würzburger Schule der Psychologie. Das Fundament seiner den überkommenen Sensualismus überwindenden Denkpsychologie bildet eine sich ganzheitlich verstehende Auffassung vom psychischen Geschehen (Die Gestaltwahrnehmungen, 1913). Großen Einfluss auf die Entwicklungspsychologie hatte sein Werk Die geistige Entwicklung des Kindes (1918).

Nach seinem ersten Erscheinen 1934 nur wenig beachtet, hat sich das sprachpsychologische und -philosophische, zeichentheoretische Werk Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache seit den sechziger Jahren zu einem Standardtext der Sprachwissenschaften entwickelt. Bühler entfaltet darin eine Theorie der Sprachwissenschaft, die empirisch-psychologische mit philosophischen, linguistischen und kommunikationswissenschaftlichen Fragen und Methoden verbindet. Seinen Ausgang nimmt das Werk in der bis auf Platon und Aristoteles zurückgehenden philosophischen Tradition. Sein Modell der sprachkonstituierenden Grundprinzipien, die bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Sprache immer schon vorausgesetzt werden, entwickelt er dabei in der Auseinandersetzung insbesondere mit Immanuel Kant und Edmund Husserl.

Von den weiteren Werken Bühlers sind als die wichtigsten zu nennen: Ausdruckstheorie (1933) und Das Gestaltprinzip im Leben des Menschen und der Tiere (1963).

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