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  • Helmut Dietl – Wikipedia

    Helmut Dietl (* 22. Juni 1944 in Bad Wiessee) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.

  • prisma.de: Helmut Dietl

    Freitag, 22. August 2008: 4.55: Filmfest Vom Suchen und Finden der Liebe Tragikomödie, Deutschland, 2004, 106 min, FSK 6: Sonntag, 24. August 2008

  • Helmut Dietl - sueddeutsche.de

    Helmut Dietl: Aktuelle Artikel, Bilder und Meinungen auf sueddeutsche.de ... Götz George zum 70. Geburtstag "In seinen Augen sieht man die Angst" - 23.07.2008..

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Helmut Dietl

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Helmut DietlHelmut Dietl

Helmut Dietl (*1944), deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Bekannt wurde er mit den Fernsehserien Münchner Geschichten (1974), Monaco Franze – Der ewige Stenz (1983) und Kir Royal (1986), ehe er in den neunziger Jahren auch mit Spielfilmen hervortrat.

Dietl wurde am 22. Juni 1944 in Bad Wiessee (Bayern) geboren und wuchs in München auf. Nach dem Abitur studierte er Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte, ehe er nach Abbruch des Studiums als Aufnahmeleiter und Regieassistent bei den Münchner Kammerspielen tätig war. Seine erste Regiearbeit für das Fernsehen war die neunzehnteilige Serie Das Jahrhundert der Chirurgen (1972). Einen großen Publikumserfolg erzielte Dietl mit der neunteiligen TV-Kultserie Münchner Geschichten (1974), für die er zusammen mit Franz Geiger das Drehbuch schrieb und neben Herbert Vesely Regie führte. Die Serie überzeugte durch ein hervorragendes Drehbuch sowie durch die präzisen, von dialektalem Sprachwitz geprägten Dialoge. Im Mittelpunkt der Handlung, die die Geschichte zweier ungleicher Freunde erzählt, steht der sympathische, arbeitsscheue Tscharlie Häusler (Günther-Maria Halmer), der immer von großen Geschäften träumt, letztlich aber an seiner Geltungssucht scheitert. In weiteren Rollen spielen Therese Giehse als Oma Häusler sowie Fritjof Vierock, Michaela May, Karl Obermayr, Ruth Drexel, Hans Brenner und Kurt Raab.

Dietl setzte seine erfolgreiche Arbeit für das Fernsehen fort mit der Serie Der ganz normale Wahnsinn (1979), einer Beziehungskomödie um den hektischen Journalisten Maximilian Glanz, der ein Buch verfasst über das Thema „Warum sich der einzelne nicht wohl fühlt, obwohl es uns allen so gut geht”. In den Hauptrollen sind Towje Kleiner, Monika Schwarz und Helmut Fischer zu sehen. Aus dieser Serie wurde auch der Spielfilm Der Durchdreher (1978) entwickelt. In der zehnteiligen Serie Monaco Franze – Der ewige Stenz (1983) verkörperte Helmut Fischer den sympathischen Luftikus und Frauenhelden Franz Münchinger, einen vorzeitig pensionierten Kriminalbeamten. Die Serie kontrastiert den aus einfachen Verhältnissen stammenden Protagonisten mit dem prätentiösen, bildungsbürgerlichen Milieu seiner Ehefrau Annette von Söttingen. Neben Helmut Fischer spielen Ruth-Maria Kubitschek, Christine Kaufmann, Karl Obermayr und Erni Singerl. Drei Jahre später folgte die sechsteilige satirische Fernsehserie Kir Royal (1986) um den Klatschreporter Baby Schimmerlos, verkörpert von Franz-Xaver Kroetz. Der Film schildert das Leben der amüsiersüchtigen Münchner Schickeria. Neben Kroetz agierten Senta Berger, Dieter Hildebrandt, Billie Zöckler und Mario Adorf. Für Kir Royal wurde Dietl mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.

Nach einer Pause von mehreren Jahren trat Helmut Dietl erst in den neunziger Jahren wieder mit einer neuen Produktion an die Öffentlichkeit, dem satirischen Spielfilm Schtonk! (1992), der den Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher, die von den Verantwortlichen des Magazins Stern als echt akzeptiert worden waren, zum Thema hat. Der Film, der geprägt ist durch hervorragende schauspielerische Leistungen, entlarvt die Renommiersucht und Sensationsgier der Zeitungsmacher. Es spielten Götz George, Uwe Ochsenknecht, Harald Juhnke und Veronica Ferres, mit der der Regisseur von 1991 bis 2000 auch privat liiert war.

In der Folge drehte Dietl eine Reihe von Werbespots, um seinen nächsten Kinofilm produzieren zu können. Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief (1996) verbindet Elemente der Komödie und des Melodrams und schildert satirisch die Zusammenkunft einiger Gäste der Künstlerszene und der High Society in einem italienischen Edelrestaurant. Das Drehbuch entstand wie bei Kir Royal unter der Mitwirkung von Patrick Süskind. Dietl brachte eine ganze Reihe deutscher Stars vor die Kamera: u. a. Mario Adorf, Götz George, Heiner Lauterbach, Gudrun Landgrebe, Veronica Ferres, Hannelore Hoger und Joachim Król. Der Film wurde ein großer Erfolg an den Kinokassen. Helmut Dietl erhielt dafür den Ernst-Lubitsch-Preis, und er wurde mit dem Filmband in Gold für die „Beste Regie” und den „Besten Film” ausgezeichnet. Seine satirische „Medien”-Trilogie wurde abgeschlossen durch Late Show (1998), bei dem sich der Regisseur mit den Abgründen des Privatfernsehens kritisch auseinandersetzt. Mit Thomas Gottschalk und Harald Schmidt übernahmen zwei führende Vertreter der deutschen Fernsehunterhaltung die Hauptrollen.

Vom Suchen und Finden der Liebe (2005), eine moderne Adaption des antiken griechischen Mythos von Orpheus und Eurydike, widmet sich den Abgründen libidinöser Beziehungen und ist ein gewagter Genremix aus Romanze, Komödie und Drama, der versucht, Tragödie und Kitsch zu vereinen.

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