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Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis

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Annette von Droste-HülshoffAnnette von Droste-Hülshoff

Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, deutscher Literaturpreis, der zum Gedenken an die deutsche Dichterin Annette von Droste-Hülshoff verliehen wird und der Förderung westfälischer Autoren dient.

Der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis wird in der Regel alle zwei Jahre an einen lebenden Autor verliehen, der in Westfalen geboren wurde oder lebt und herausragende schriftstellerische Leistungen erbracht hat. Vergeben wird der Preis vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die Auszeichnung ist mit 12 800 Euro dotiert.

Der Preis war 1934 als „Westfälischer Literaturpreis” gegründet worden und diente zur Zeit des Nationalsozialismus vornehmlich propagandistischen Zwecken; erste Preisträgerin war 1935 die völkische Schriftstellerin Josefa Berens-Totenohl. Ab 1947 wurde der Preis nicht mehr verliehen, bis er 1953 vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe wieder aufgelegt wurde. Seitdem wurde die Auszeichnung u. a. Ernst Meister (1957), Peter Rühmkorf (1979), Max von der Grün (1981), Sarah Kirsch (1997), Hans-Ulrich Treichel (2003) und Wiglaf Droste (2005) zuerkannt.

Neben dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis existiert unabhängig davon ein zweiter deutscher Literaturpreis, der an die Dichterin erinnert: Der Meersburger Droste-Preis wird alle drei (zwischen 1963 und 1979 alle vier) Jahre an eine lebende deutschsprachige Schriftstellerin für ihr Gesamtwerk verliehen. Geehrt werden laut Satzung insbesondere solche Autorinnen, die „eher am Rande des Literaturbetriebs stehen” und „sich den literarischen Moden ihrer Zeit verweigern”. Der Preis wird von der Stadt Meersburg (Droste-Hülshoffs Todesort) im Rahmen der Meersburger Droste-Literaturtage verliehen und ist mit 6 000 Euro dotiert; seit 2003 existiert daneben ein Förderpreis für Nachwuchsautorinnen, dessen Preisgeld 4 000 Euro beträgt.

Der Preis wurde 1956 von Helen Freifrau von Bothmer im Rahmen der Meersburger Droste-Literaturtage gestiftet, die 1948 anlässlich des 100. Todestags Annette von Droste-Hülshoffs ins Leben gerufen worden waren. 1962 übernahm die Stadt Meersburg den Preis. Zu den bisherigen Preisträgerinnen gehören Erika Burkart (1957), Nelly Sachs (1960), Rose Ausländer (1967), Hilde Domin (1971), Dorothee Sölle (1982), Elisabeth Plessen (1988), Friederike Mayröcker (1997) und Ulrike Draesner (2006).

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