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Windows Live® Suchergebnisse EnergiewirtschaftEnzyklopädieartikel
Energiewirtschaft, alle Wirtschaftsbereiche, die mit der Erzeugung, Umwandlung und Verteilung von Primärenergie (z. B. Erdöl, Erdgas, Kohle, Uranerz, Wasserkraft, Windenergie) oder Sekundärenergie (z. B. Benzin, Heizöl, genormte Gase, Strom, Steinkohlenkoks) befasst sind. Die Energiewirtschaft zählt neben dem Bergbau sowie der Eisen- und Stahlindustrie zur Grundstoffindustrie; sie verfolgt das Ziel, den auf verschiedenen Ebenen des Gesellschafts- und Wirtschaftslebens bestehenden Energiebedarf auf möglichst sichere und rentable Weise zu befriedigen. Da die Energieversorgung einem Grundbedürfnis entspricht, die produktionsbedingte Standortgebundenheit aber zu Monopolbildungen führen könnte, greift der Staat im Rahmen der Energiepolitik in das Marktgeschehen auf dem Energiesektor ein. Dementsprechend bestreiten in der Bundesrepublik Deutschland ebenso private wie auch öffentliche Unternehmen die allgemeine Energieversorgung. Wenngleich Kohle und Erdöl in der näheren Zukunft weiterhin zu den wichtigsten Energiequellen zählen werden, sind ihre Vorkommen doch begrenzt, was zur Suche nach alternativen Möglichkeiten der Energieversorgung (z. B. durch Wasser- oder Sonnenenergie) zwingt. Der Einsatz von Kernenergie ist in der Bevölkerung wegen möglicher Gefahren nach wie vor umstritten. Nachdem der Ausbau der Kernenergie in der Bundesrepublik lange forciert wurde, unterzeichneten Bundesregierung und Atomwirtschaft 2001 ein Abkommen zum Atomausstieg. Die Eckdaten: Für jedes Atomkraftwerk in Deutschland wird auf Basis einer Gesamtlaufzeit von 32 Kalenderjahren ab Beginn des kommerziellen Betriebs festgelegt, wie viel Strom es noch produzieren darf. Ist diese Menge verbraucht, endet automatisch die Betriebsgenehmigung. Auf die Festlegung eines Schlussdatums, an dem die letzte Anlage vom Netz geht, wurde verzichtet. Als erstes Atomkraftwerk wurde am 14. November 2003 der Meiler in Stade abgeschaltet. Berücksichtigt man die Gesamtlaufzeiten und die Verteilung der restlichen Strommengen auf die 19 noch arbeitenden Kraftwerke, lässt sich ein Ende der Atomkraft in Deutschland in rund 20 Jahren absehen. Vereinbart wurde außerdem, dass die jedem Unternehmen zugebilligten Liefermengen von einer Anlage auf eine andere übertragen werden können. Dadurch ist es möglich, dass jüngere Anlagen länger in Betrieb bleiben, während ältere weniger laufen. Die Strommengen können auch zwischen den Firmen gehandelt werden. Die Unternehmen haben sich verpflichtet, dem Bundesamt für Strahlenschutz in jedem Monat die erzeugte Strommenge zu melden.
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