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Epilog

Enzyklopädieartikel

Epilog (von griechisch epilogos: Nachrede), im Drama das in direkter Figurenrede ans Publikum gerichtete Schlusswort eines Schauspielers. Der Epilog wurde von Plautus in die römische Komödie eingeführt, um die Fabel des Spiels abschließend zusammenzufassen. Im mittelalterlichen Fastnachtsspiel diente der Epilog zur religiös-moralischen Ermahnung oder der didaktisch-belehrenden Erbauung. Im Drama des Barock trat oftmals der Hanswurst als Abschlusssprecher auf. Bei deutschen Wandertruppen und im Wiener Volkstheater war es üblich, dass nach jeder Vorstellung einer der Hauptdarsteller das für den nächsten Abend bestimmte Stück ankündigte. Im Theater des 20. Jahrhunderts findet sich der Epilog in zumeist ironischer Form überwiegend in antiillusionistischen Stücken, um den Spielcharakter des Dargestellten zu unterstreichen und eine Distanz zum Geschehen herzustellen, so bei Bertolt Brecht, Paul Claudel und T. S. Eliot. Auch das Nachwort literarischer Werke wird oftmals als Epilog bezeichnet.

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