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Windows Live® Suchergebnisse Eskimo-AlëutischEnzyklopädieartikel
Eskimo-Alëutisch, Sprachfamilie in Nordamerika, die aus den beiden Gruppen Eskimo und Alëutisch besteht. Alëutisch wird auf den gleichnamigen Inseln sowie auf den zu Russland gehörenden Commander-Inseln von insgesamt weniger als 1 000 Menschen gesprochen. Es ist mit dem Eskimo zwar verwandt, die beiden Sprachen haben sich aber so weit auseinanderentwickelt, dass eine Verständigung nicht möglich ist. Eskimo unterteilt sich in Yupik und Inuit. Yupik wird im Osten Sibiriens und im Südwesten Alaskas gesprochen und besteht aus mindestens drei Sprachen mit circa 15 000 Sprechern. Inuit ist ein Dialektkontinuum, das sich von Nordalaska über Nordkanada bis nach Grönland erstreckt. Die Sprecherzahl beläuft sich auf mehr als 60 000, von denen etwa 40 000 in Grönland leben. Die Sprecher der beiden Sprachen können sich miteinander kaum verständigen. Die eskimo-alëutischen Sprachen fügen Wortelemente an den Wortstamm an, die verschiedene Kategorien bezeichnen. Das Verb steht am Ende des Satzes und stimmt in gewissen Fällen grammatikalisch nicht mit dem Subjekt, sondern mit seinem direkten Objekt überein. Im 18. Jahrhundert wurde in Grönland die Lateinschrift eingeführt. In der Sowjetunion schuf man in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Alphabet auf der Grundlage der kyrillischen Schrift. Die beiden aus dem Eskimo stammenden Wörter iglu (Haus) und kajak (Boot) sind in zahlreiche Sprachen entlehnt worden.
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