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Windows Live® Suchergebnisse FellachenEnzyklopädieartikel
Fellachen (von arabisch falaha: Pflug), arabische Bezeichnung für Bauern (fallan, fallahin), im engeren Sinn die bäuerliche, Ackerbau betreibende Bevölkerung Ägyptens. Mit über 40 Millionen Menschen bilden sie knapp drei Viertel der Gesamtbevölkerung Ägyptens. Die Fellachen sind größtenteils Nachkommen der Landbevölkerung des alten pharaonischen Ägyptens. Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. wurden die koptische (ägyptische) Sprache durch das Arabische und das koptische Christentum durch den Islam verdrängt. Vor allem in Oberägypten bekennt sich jedoch noch ein kleiner Prozentsatz der Fellachen zum Christentum. Lebensgrundlage der Fellachen bildeten schon in pharaonischer Zeit die jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen des Nils, die den für die Landbestellung notwendigen fruchtbaren Schlamm lieferten. Der dadurch auf natürliche Weise gedüngte Boden wurde durch ein komplexes Bewässerungssystem und ausgeklügelte, von Menschen und Tieren betriebene Schöpfsysteme bewirtschaftbar gemacht und mit zweisterzigen Pflügen bearbeitet. Der Assuan-Staudamm, der die ganzjährige Bewässerung der Felder gewährleistet, sollte eine Unabhängigkeit von den in ihrem Ausmaß unterschiedlichen Nilüberschwemmungen bringen, jedoch fehlt nun der für den Anbau wichtige fruchtbare Nilschlamm, der durch künstlichen Dünger ersetzt werden muß. Diese neue Abhängigkeit hat zusammen mit den unübersehbaren negativen ökologischen Folgen, die der Staudammbau nach sich zog, die schlechte wirtschaftliche Situation der Fellachen nicht verbessern können.
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