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Windows Live® Suchergebnisse Front für die Befreiung MoçambiquesEnzyklopädieartikel
Front für die Befreiung Moçambiques (portugiesisch Frente de Libertação de Moçambique, FRELIMO), ehemalige Unabhängigkeitsbewegung und politische Partei in Moçambique, seit 1975 Regierungspartei. Die FRELIMO gründete sich 1962 in Tansania, um gegen die portugiesische Kolonialherrschaft in Moçambique zu kämpfen. Ihr erster Führer Eduardo Mondlane, dem es gelungen war, sowohl die Unterstützung der sozialistischen Staaten wie auch zahlreicher westeuropäischer Länder zu gewinnen, baute eine mehrere tausend Mann starke Guerilla auf, die zunächst im Norden Moçambiques die portugiesischen Kolonialtruppen bekämpfte. Nach seiner Ermordung 1969 weitete der neue FRELIMO-Kommandant Samora Machel die Kämpfe auf das ganze Land aus. Die FRELIMO regierte Moçambique nach Erreichen der Unabhängigkeit 1975 und wandelte sich allmählich zu einer marxistisch-leninistischen Partei. Die von Südafrika unterstützte Resistência Nacional de Moçambique (Renamo) stürzte jedoch schon bald das Land in einen blutigen Bürgerkrieg, so dass die FRELIMO-Regierung nicht in der Lage war, eine funktionierende Wirtschaft und Verwaltung aufzubauen. 1992 kam es zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages zwischen den Bürgerkriegsparteien, in dessen Folge im Oktober 1994 erstmals freie Wahlen abgehalten wurden. Die FRELIMO konnte die absolute Mehrheit der Parlamentssitze – 129 von insgesamt 250 – gewinnen; Joaquim Chissano, der nach dem Tod Machels 1986 die Partei- und Staatsführung übernommen hatte, wurde im Amt bestätigt. Aus den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Dezember 1999 gingen die FRELIMO und Chissano erneut als klare Sieger hervor. Die Renamo warf der FRELIMO wie schon 1994 Wahlbetrug vor; internationale Beobachter bezeichneten die Wahlen jedoch als frei und fair. Auch nach dem Verzicht Chissanos auf eine weitere Amtsperiode blieb die FRELIMO unangefochten stärkste Partei: Bei den Parlamentswahlen im Dezember 2004 gewann sie mit 160 Mandaten erneut die absolute Mehrheit der Sitze, und die gleichzeitig abgehaltenen Präsidentschaftswahlen gewann ihr Kandidat, Armando Guebuza, mit fast 64 Prozent der Stimmen klar. Guebuza war bereits zweieinhalb Jahre zuvor als Präsidentschaftskandidat nominiert und zum Generalsekretär der Partei gewählt worden.
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