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Friedrich III., der Weise (von Sachsen)

Enzyklopädieartikel

Friedrich III., der Weise (von Sachsen), (1463-1525), Kurfürst von Sachsen (1486-1525).

Friedrich wurde am 17. Januar 1463 in Torgau geboren. Er regierte zunächst mit seinem jüngeren Bruder Johann dem Beständigen (1468-1532) gemeinsam. 1502 gründete er die Universität Wittenberg, die später mit Martin Luther und Melanchthon geistiges Zentrum der Reformation wurde. Der progressive und tolerante Fürst war Anhänger der Reichsreformpläne des Kurfürsten von Mainz und Erzkanzlers des Reiches, Berthold von Henneberg (1442-1504), und unterstützte die weitgehend vergeblichen Bestrebungen, zentralen Institutionen des Reiches, u. a. dem Reichstag, ein stärkeres politisches Gewicht gegenüber dem Kaiser zu gewähren. 1500 übernahm er die Statthalterschaft für das neu geschaffene Reichsregiment, das als Beratungsinstanz der Stände jedoch nur ein Schattendasein führte. Nach dem Tod Kaiser Maximilians I. 1519 verzichtete er auf die Kandidatur für die Kaiserkrone und unterstützte Karl I. von Spanien, der als Karl V. zum Kaiser gewählt wurde. Obwohl Friedrich sich nicht offen zur Reformation bekannte, förderte er Martin Luther, vermittelte ihm das freie Geleit zum Reichstag zu Worms (1521) und gewährte ihm nach der Ächtung durch das Wormser Edikt auf der Wartburg Schutz. Mit seiner zurückhaltenden, aber eindeutigen Politik zugunsten der Reformation bereitete er ihrer Ausbreitung den Weg. Friedrich starb am 5. Mai 1525 in Schloss Lochau bei Torgau.

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