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Windows Live® Suchergebnisse Willy FritschEnzyklopädieartikel
Willy Fritsch, eigentlich Wilhelm Egon Fritsch, (1901-1973), deutscher Schauspieler. Fritsch wurde am 27. Januar 1901 in Kattowitz geboren und wuchs ab 1912 in Berlin auf. Nach dem Besuch der Oberrealschule und einer abgebrochenen Mechanikerlehre kam er 1919 zum Theater, wo er bei Max Reinhardt am Deutschen Theater und an den Kammerspielen kleinere Rollen übernahm. 1921 gab er sein Leinwanddebüt in dem Operettenfilm Miß Venus, 1923 hatte er seine erste Hauptrolle in Benjamin Christensens Seine Frau, die Unbekannte. Fritsch spielte meist den Part des jugendlichen Liebhabers in einer ganzen Reihe von anspruchslosen Unterhaltungsfilmen. Mit seiner fröhlichen und unbekümmerten Art avancierte er zu einem der beliebtesten Darsteller des deutschen Films in den dreißiger und vierziger Jahren. In den beiden Fritz-Lang-Filmen Spione (1928) und Frau im Mond (1929) war er entgegen seinem Image besetzt. Zusammen mit Lilian Harvey bildete Willy Fritsch in den dreißiger Jahren das „Traumpaar des deutschen Films”. Bekannte Filme der beiden sind u. a. Liebeswalzer (1929), Die drei von der Tankstelle (1930), Der Kongreß tanzt (1931), Blonder Traum (1932) und Glückskinder (1936). In den vierziger Jahren spielte er oft an der Seite von Marika Rökk und Marte Harell. In Rudolf Jugerts Film ohne Titel (1947) parodierte er sein Liebhaber-Image. In den fünfziger Jahren folgten unbedeutende Heimat- und Unterhaltungsfilme. Seinen letzten Leinwandauftritt hatte er in Das hab’ ich von Papa gelernt (1964). 1963 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel ... das kommt nicht wieder. Erinnerungen eines Filmschauspielers. 1965 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Willy Fritsch starb am 13. Juli 1973 in Hamburg.
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