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Windows Live® Suchergebnisse FrühsozialismusEnzyklopädieartikel
Frühsozialismus, im Nachhinein geprägter Begriff für verschiedene vormarxistische, sozialistische Wirtschafts- und Gesellschaftstheorien. Zu den wichtigsten frühsozialistischen Denkern gehören François Noël Babeuf, Claude-Henri de Saint-Simon, Charles Fourier, Robert Owen (siehe Genossenschaftsbewegung) sowie Wilhelm Weitling. Allen sozialistischen Gesellschaftsentwürfen gemeinsam ist die Grundüberzeugung, dass die gesellschaftlichen Probleme und das Leid des Einzelnen im Wesentlichen von der faktischen gesellschaftlichen Ungleichheit herrühren. Dieses Grundübel lasse sich nur überwinden, wenn man die gesellschaftlichen Beziehungen, vor allem die ökonomischen Beziehungen der Menschen zueinander, auf der Grundlage einer als Ganzheit gedachten Gesellschaft organisiert. Dazu gehört nach ihrer Anschauung auch die Gleichverteilung der Konsumgüter. Weiterhin ging es den Frühsozialisten um die Aufhebung der Arbeitsteilung durch das Prinzip der Rotation in frei zusammengeschlossenen Produktionsgenossenschaften. Jeder sollte jeden Arbeitsschritt abwechselnd erledigen. Marx und Engels kritisierten die Frühsozialisten deshalb auch weit weniger wegen des Inhalts ihrer Theorien, als wegen der nach ihrem Dafürhalten nicht erkannten Bedingungen für ihre Realisierung und sprachen vom so genannten Frühsozialismus aus diesem Grund auch von einem utopischen Sozialismus.
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