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Windows Live® Suchergebnisse Dieter HallervordenEnzyklopädieartikel
Dieter Hallervorden (*1935), deutscher Schauspieler und Kabarettist. Mit seiner Sendung Nonstop Nonsens war er ein Vorreiter der deutschen Fernseh-Comedy. Hallervorden wurde am 5. September 1935 in Dessau (Sachsen-Anhalt) geboren. Nach dem Abitur 1953 studierte er Romanistik an der Humboldt-Universität in Ostberlin (u. a. bei Victor Klemperer), 1958 ging er in den Westteil der Stadt und studierte Publizistik und Theaterwissenschaften. Nebenbei nahm er privaten Schauspielunterricht. 1960 gründete Hallervorden in Westberlin das politische Kabarett Die Wühlmäuse, das sich trotz der starken Konkurrenz etablieren konnte. Aufgrund des Erfolgs der Kabarettbühne, der er heute noch als alleiniger Gesellschafter vorsteht, gab Hallervorden sein Studium auf. Seine Bühnenpartnerin bei den Wühlmäusen war Rotraud Schindler, die er Anfang der sechziger Jahre heiratete (Scheidung Mitte der achtziger Jahre). Ab 1969 war Hallervorden als Schauspieler in einigen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen, u. a. in der berühmten Mediensatire Das Millionenspiel (ARD 1970). Der Durchbruch beim Fernsehen gelang „Didi”, als er sich vom anspruchsvollen politischen Kabarett ab- und dem Slapstick zuwandte. So erlangte er in mehreren Shows und Sendereihen mit komödiantischen Sketchen Bekanntheit, etwa in der satirischen Revue Abramakabra (NDR 1973), wo er neben Helga Feddersen auftrat. Hallervordens größter Erfolg wurde die vom SDR produzierte Ulkserie Nonstop Nonsens (1975-1980), die Rekordeinschaltquoten erzielte (zum Teil über 50 Prozent). Hallervorden war Hauptdarsteller (an seiner Seite spielten u. a. Rotraud Schindler und Kurt Schmidtchen) und neben Wolfgang Menge Kotexter der Sendereihe, deren Sketche teilweise in die Fernsehgeschichte eingingen (etwa „Der Mittelteil von Doktor Schiwago” oder „Eine Flasche Pommes frites”) und die stilbildend auf die deutsche TV-Comedy wirkte. 1981 erhielt der Komiker für Nonstop Nonsens einen Bambi. Während dieser Jahre war er auch als Sänger erfolgreich, u. a. mit dem Hit Du, die Wanne ist voll (1978, Duo mit Helga Feddersen, Parodie auf You’re the one that I want von Olivia Newton-John und John Travolta aus dem Filmmusical Grease). In den achtziger Jahren folgten weitere Comedy-Serien, in denen der „Grimassenschneider” Hallervorden zumeist in zahlreiche verschiedene Rollen schlüpfte, so in Welle Wahnsinn (ZDF 1982), Die Nervensäge (ZDF 1985-1986) und Die Didi-Show (ZDF 1989). Daneben drehte er mit großem Erfolg als Hauptdarsteller einige Kinofilme (zumeist nach eigenem Drehbuch), u. a. Ach du lieber Harry (1981), Alles im Eimer (1981), Der Doppelgänger (1984), Didi und die Rache der Enterbten (1985), Didi auf vollen Touren (1986), Didi – Der Experte (1987) und die Wiedervereinigungskomödie Alles Lüge (1992). Anfang der neunziger Jahre versuchte Hallervorden mit Nachdruck, sein „Blödel-Image” abzulegen und zum „ernsten” politischen Kabarett zurückzukehren. Dies gelang ihm mit dem satirischen Monatsmagazin Spottschau (1992/93) auf SAT.1 und vor allem mit der äußerst erfolgreichen Satiresendung Hallervordens Spott-Light (1994-2003) in der ARD. Daneben wurde er 1996 als Nachfolger von Harald Schmidt Moderator der ARD-Samstagabendshow Versteckte Kamera, beendete diese Tätigkeit 1997 nach nur sieben Sendungen wegen Differenzen über die Gestaltung jedoch wieder. Seit dem Ende von Hallervordens Spott-Light tritt Hallervorden nur noch selten im Fernsehen auf; gelegentlich ist er als „Lockvogel” in der von Kai Pflaume moderierten SAT.1-Show Die Comedy-Falle zu sehen (seit 2005).
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