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Handy

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Handy im AlltagHandy im Alltag

Handy (englisch: handlich), im deutschen Sprachraum übliche Bezeichnung für ein kleines, mobiles Telefon (siehe Mobilfunk). Moderne Geräte wiegen um 200 Gramm und werden mit hochleistungsfähigen Akkus betrieben, die eine Betriebsdauer von mehreren Stunden zulassen. Bis Ende 2002 gab es in Deutschland über 59 Millionen Handybesitzer, in Österreich rund vier Millionen und in der Schweiz über fünf Millionen Mobilfunkkunden.

Die weltweit größten Herstellerfirmen von Handys sind Motorola und AT&T in den USA, Alcatel Alsthom in Frankreich, Siemens und die Bosch-Gruppe in Deutschland, NEC und Fujitsu in Japan, Ericsson in Schweden und Nokia in Finnland. Zur Datenübertragung dienen Mobilfunknetze, die an das Standardtelefonnetz angeschlossen sind. In Deutschland bekannte digitale Mobilfunknetze sind beispielsweise D1 (Deutsche Telekom), D2 (Arcor Mannesmann) und e-plus Mobilfunk (VEBA). Siehe auch Funktelefonnetze

Übertragungsstandard für Handys sind zum einen GSM (Global System for Mobile Communication) und zum anderen das schnellere GPRS (General Packet Radio Service). Ein weiterer Standard, der Satelliten- und Mobilfunk vereinheitlichen soll, ist UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems). Mit Hilfe dieses Systems wäre es möglich, mit einem einzigen Gerät unterschiedliche Kommunikationsformen durchzuführen. In Europa wurde UMTS im Testbetrieb bereits 2001 bzw. 2002 eingeführt. Die offizielle Inbetriebnahme des Standards soll bis Ende 2003 erfolgen.

Mit Hilfe so genannter WAP-Handys (Wireless Application Protocol) kann man nicht nur Telefongespräche führen. Diese Technik ermöglicht auch die Übertragung von SMS-Nachrichten und den Zugang ins Internet. Neuere Entwicklungen sind mit ultrakompakten Digitalkameras ausgestattet, die das Verschicken von digitalisierten Bildern zulassen.

Nach wie vor umstritten ist die Frage der Gesundheitsschädigung durch die von Handys abgestrahlten elektromagnetischen Wellen (siehe Elektrosmog). Auch die Anfälligkeit anderer elektronischer Geräte gegen Störimpulse von Funktelefonen ist noch nicht behoben; so untersagen viele Fluggesellschaften die Benutzung von Handys wegen möglicher Störungen der Bordelektronik. Einige Anbieter von Handys wollen daher eine Strahlungskennzeichnung für ihre Geräte einführen.

Da das Telefonieren mit dem Handy während des Autolenkens ein erhebliches Unfallrisiko in sich birgt, ist in Deutschland das Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage untersagt; Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld in Höhe von 40 Euro sowie einem Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister geahndet. Ähnliche Vorschriften gibt es auch in anderen Ländern. Radfahrer, die während des Fahrens mit dem Handy telefonieren, müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 25 Euro rechnen.

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