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    Der Hanswurst (auch Hans Wurst) ist eine derb-komische Gestalt der deutschsprachigen Stegreifkomödie seit dem 16. Jahrhundert. Als populäre bäuerliche Figur trat der Hanswurst ...

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Hanswurst

Enzyklopädieartikel

Hanswurst, oft derb-witzige komische Figur des deutschsprachigen Volkstheaters des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie entstand aus der Verschmelzung heimischer Gestalten mit dem Personal der englischen und italienischen Bühne, namentlich mit Pickelhering und Arlecchino, dem schelmischen Diener der Commedia dell’Arte. Pickelhering war die bizarr-groteske Gestalt eines dummen und überheblichen Menschen in den Stücken jener englischen Komödianten, die im 17. Jahrhundert mit ihren Wanderbühnen Deutschland bereisten. Der Name Hanswurst, später auch Harlekin, ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Er trat zuletzt in Hanswurstiaden genannten Improvisationen der Haupt- und Staatsaktionen auf Bühnen des 18. Jahrhunderts auf. Als bedeutendster Darsteller der Figur gilt der Begründer des Wiener Volkstheaters Joseph Stranitzky (1676-1726). Im Rahmen ihrer am französischen Klassizismus geprägten Dramenauffassung vertrieben Johann Christoph Gottsched und Caroline Neuber den Hanswurst 1737 in einem allegorischen Akt aus dem Theater. Ferdinand Raimund (Der Barometermacher auf der Zauberinsel, 1837) und Peter Weiss (Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird, 1963) setzten ihm im Drama ein literarisches Denkmal.

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