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Windows Live® Suchergebnisse HarranEnzyklopädieartikel
Harran, antike Stadt im Euphratbogen im Nordwesten Mesopotamiens, heute kleiner Ort im Süden der Türkei, nahe der Grenze zu Syrien, 40 Kilometer südöstlich von Şanlıurfa. Harran wird in hethitischen und assyrischen Texten sowie in der Bibel (1. Moses 11, 31) erwähnt; die Griechen nannten es Karrhai, die Römer Carrhae. Im Jahr 53 v. Chr. besiegten die Parther bei Harran das römische Heer und köpften den Feldherrn M. Licinius Crassus. Die Überreste der antiken Stadt lagen unter dem Ruinenhügel Sultantepe bei dem heutigen Ort Harran und wurden seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die Archäologen fanden unter anderem den Tempel des Mondgottes Sin aus dem späten 3. Jahrtausend v. Chr., der noch im 6. Jahrhundert v. Chr. von König Nabonid von Babylon ausgebaut wurde. Zudem wurden aufwendige Stelen und Inschriften aus der Zeit Nabonids, der zwischen etwa 550 und 539 v. Chr. seine Residenz nach Harran verlegte, freigelegt. Die Stadt blieb noch bis in das 12. Jahrhundert n. Chr. hinein von Bedeutung. Eines der eindrucksvollen Bauwerke aus der frühislamischen Zeit ist die unter Marwan II. (744 bis 750 n. Chr.) erbaute große Moschee, die zwischen 1171 und 1184 n. Chr. auf Anweisung des Sultans Saladin umgebaut wurde.
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